Gamecheck: Valhalla Hills : Götterdämmerung

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Wir testen Computerspiele für Sie. Heute: Valhalla Hills

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18. Januar 2016, 10:00 Uhr

Mit „Valhalla Hills“ richtet sich Entwickler Funatics ganz klar an die Fans des eigenen Aufbau-Strategiehits „Die Siedler 2“ aus dem Jahr 1996. Wie im Vorbild errichten wir aus abbaubaren Rohstoffen Siedlungen mit einer florierenden Infrastruktur. Schauplatz ist dabei das Nordland, in dem kleine Wikinger versuchen, Portale nach Valhalla zu erreichen. Die dort hausenden Portalwächter können dann militärisch besiegt oder durch Opfergaben besänftigt werden. Damit sich dieses immer gleiche Missionsziel nicht zu schnell abnutzt, werden alle Karten zufallsgeneriert. Die Parameter werden durch Erfolge definiert, das heißt, im Spielverlauf schalten sich immer weitere Optionen für die nächste Karte frei. Was motivierend klingt, entpuppt sich schnell als fade Einheitssiedelei, die keinerlei spielerische Überraschungen bietet. Zwar werden die Produktionsketten immer komplexer und das Mikromanagement dementsprechend anspruchsvoller, jedoch vermissen wir interessante Wendungen oder wirkliche Herausforderungen, denn schon nach knapp 15 Stunden hat der geübte Siedler alles gesehen. Fehlende Übersichtlichkeit und ärgerliche Fehler der KI trüben zusätzlich den Spielspaß. Auch der militärische Part wirkt unnötig und aufgesetzt. Die Musikuntermalung mit ganzen zwei Titeln ist ein Witz.

Das Fazit

Wenn schon ein Klon eines Klassikers, dann bitte ein würdiger! Die wuseligen „Siedler“ machten schon vor 20 Jahren alles besser als die hässlichen Wikinger in „Valhalla Hills“. Neue Fans klassicher Aufbaustrategiespiele wird das Game leider nicht gewinnen.

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