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Technik-Verkauf im Netz : Gebrauchtes zu Geld machen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim Smartphone-Neukauf ist das alte Gerät rasch vergessen – dabei lassen sich viele ältere Geräte noch gut verkaufen

Hochauflösenderer Bildschirm, bessere Kamera, schnellerer Prozessor: Bei Smartphones wollen viele auf dem aktuellsten Stand sein. Die neuen Geräte haben aber ihren Preis - da liegt es nahe, sich mit seinem alten Mobiltelefon eine kleine Finanzspritze für die Neuanschaffung zu holen.

Ankaufportale im Netz etwa machen mit gebrauchten Mobiltelefonen Geschäfte. Ihr Prinzip ist einfach: Man beschreibt den Zustand des Smartphones. Die Webseite errechnet daraufhin ein Kaufangebot. Ist der Verkäufer einverstanden, schickt er das Gerät zum Portal. Dort wird das Gerät geprüft: Entweder nimmt der Internethändler es so an und überweist das Geld binnen einiger Tage. Oder er schlägt einen anderen Preis vor.

In der Regel wollen die Portale dann weniger zahlen. Ihre Begründung lautet meist: Der Zustand des Geräts sei schlechter als beschrieben, erklärt Simone Vintz von der Stiftung Warentest. In einem Vergleich der Zeitschrift boten verschiedene Portale zwischen 70 und 225 Euro für dasselbe Gerät. Sich mehrere Angebote einzuholen, ist also Pflicht.

Ankaufportale seien ein bequemer Verkaufsweg, ergänzt Monika Klein von der Zeitschrift „Connect“. Den höchsten Preis dürfe man aber nicht erwarten, da Händler eine Marge für den Weiterverkauf einkalkulieren.

Eine Alternative bleibt der Verkauf an Privatpersonen, etwa über Online-Auktionshäuser oder Kleinanzeigenportale. Allerdings ist der Aufwand höher. Das Smartphone sollte aussagekräftig und gut ausgeleuchtet aus mehreren Perspektiven fotografiert werden, sagt Klein. Im Beschreibungstext müssen Alter, Zustand und technische Daten dokumentiert werden. Dazu kommt, dass man Anfragen von Interessenten beantworten muss.

Letztlich bleibt bei Versteigerungen im Netz auch ein Restrisiko, dass ein Gerät vergleichsweise wenig Geld einbringt. „Ein bisschen ist es auch Zufall, was am Ende dort herauskommt“, sagt Warentesterin Vintz. Es hängt davon ab, wer mitbietet, wie die Beschreibung ist und welche Bewertungen das eigene Konto aufweist.

Wann bringen gebrauchte Smartphones noch richtig Geld ein? Das ist von vielen Faktoren abhängig, etwa von Marke und Modell. iPhones zum Beispiel gelten als wertstabil. Bei Samsung seien die kleinen Modelle wie das S5 Mini gefragt, sagt Vintz.

Auch das Alter setzt Mobiltelefonen zu. Typisch ist ein abbauender Akku. Wer einen neuen einbaut und dies per Rechnung nachweist, kann beim Verkauf eventuell mehr Geld herausschlagen. Doch nicht mehr nur bei iPhones, auch bei vielen neueren Geräten anderer Hersteller sei der Akku nicht mehr in Eigenregie zu wechseln, sagt Klein. Ob sich ein Wechsel im Fachgeschäft lohnt, muss man dann genau durchrechnen.

Originalverpackung und -zubehör wie Kopfhörer steigern den Verkaufswert. Auch eine genutzte Schutzhülle als Beigabe ist ein Lockmittel. SIM-Lock-Sperren sind dagegen selten geworden, so Klein. Sie legen ein Smartphone auf ein bestimmtes Netz oder eine bestimmte SIM-Karte fest. Wer ein Gerät mit einem SIM-Lock hat, sollte vor dem Verkauf entsperren lassen.

Tom Nebe

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