Ungewollte Extras : Freeware hat ihren Preis

teufel

Download-Portale versuchen Nutzern oft zusätzliche Programme unterzuschieben

von
25. Juni 2015, 21:00 Uhr

Wenn es um Freeware und ihre Installation geht, müssen Computernutzer wachsam sein. Denn viele Seiten und Downloadportale schicken zwar die gewünschte Freeware auf den Rechner. Diese kann aber quasi Huckepack ungewollte Programme einschleusen, warnt das „PC Magazin“ (Ausgabe 7/15).

Um unerwünschte Extras zu vermeiden, sollte die Freeware idealerweise direkt von der Seite des Entwicklers heruntergeladen werden. Hier ist den Experten zufolge die Wahrscheinlichkeit hoch, keine sogenannte Malware oder Adware zu erhalten.

Wenn es doch einmal nicht ohne Downloadportal geht, sollte man sich nicht von falschen Download-Buttons in die Irre – sprich auf Werbeseiten – leiten lassen. Denn nur ein Button ist der richtige und ruft den Download wirklich auf. Hier raten die Experten, vor dem Klick mit dem Mauszeiger über die Buttons zu fahren: Beim sogenannten Mouse-over erscheint dann unten links im Browser die Adresse, die geöffnet werden soll. Bei der richtigen Download-Adresse handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Unterseite des Downloadportals, zumindest enthält sie den Namen des gewünschten Programms.

Sogenannte Installer sollte man möglichst vermeiden: Manche Portale fordern den Nutzer auf, erst ein solches Programm zu installieren, um die gewünschte Freeware herunterladen zu können. Der einzige Grund dafür ist meist, dass der Installer unerwünschte Software wie Toolbars, halbgare Sicherheitsprogramme, Demos oder Adware auf dem Rechner installieren kann, warnen die Experten. Wirklich schädlich seien diese selten, aber es ist lästig, sie wieder loszuwerden. Beim Entfernen von Malware helfen Programme wie Spybot Search & Destroy.

Egal, ob direkt vom Entwickler oder von Dritten heruntergeladen: Programme aus dem Netz sollten vor dem Installieren vom Anti-Virenprogramm auf Schadsoftware untersucht werden. Wer ganz sicher gehen möchte, kann die Datei auch über die Internetseite www.virustotal.com/de scannen lassen.

Kommt es schließlich zur Installation der Freeware, gilt es, die Anweisungen und Einwilligungen gründlich zu lesen und statt der automatischen Installationsart, die oft auch als „empfohlene“ bezeichnet wird, in jedem Fall die manuelle zu wählen. Denn dort verstecken sich oft die Einwilligungen für ungewollte Software.  Oft muss man bereits gesetzte Haken entfernen oder angebotene Optionen an einer anderen als der vorausgewählten Stelle ankreuzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen