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USB 3.1 kommt : Flottere Datenübertragung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

USB 3.0 transportiert Daten bis zu zehnmal schneller als USB 2.0

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Einen Film vom Rechner auf einen USB-Stick zu übertragen oder umfangreiche Daten auf der externen Festplatte zu sichern, gleicht oft einem Geduldsspiel. Denn meist fließen die Daten noch über USB-2.0-Verbindungen. Dabei gibt es schon länger das viel schnellere USB 3.0. Doch der aktuellste Standard der Schnittstelle setzt sich nur allmählich durch.

1996 erschien Version 1.0 des Univeral Serial Bus (USB). USB 2.0 machte ab dem Jahr 2000 Übertragungsraten von bis zu 60 Megabyte (MB) pro Sekunde möglich. „Das war damals unglaublich schnell“, sagt Christian Anderka von Intel. „Da hat jeder gesagt, das dauert lange, bis das nicht mehr ausreicht.“ Die Annahme war so falsch nicht. Für IT-Verhältnisse hat USB 2.0 ewig gehalten. 2008 wurde der Nachfolger USB 3.0 veröffentlicht, Geräte mit dieser Technik gibt es seit 2010. Zu erkennen sind USB-3.0-Verbindungen am blauen Plastik in den Buchsen und Steckern, erklärt Anderka. Das Wichtigste, was USB 3.0 gebracht habe, sei „die deutlich höhere Geschwindigkeit“. Sie hat sich gegenüber USB 2.0 mehr als verzehnfacht: auf bis zu 625 MB pro Sekunde. Ein sechs GB großer Film könnte bei dieser Übertragungsrate in rund zehn Sekunden das Speichermedium wechseln.

Er könnte. In der Praxis sieht das anders aus. Die Möglichkeiten von USB 3.0 werden bislang nicht ausgeschöpft. „Erste externe SSDs erreichen jetzt 300 MB pro Sekunde“, erklärt Jan-Frederik Timm vom Technik-Portal „Computerbase.de. „Das ist zwar nur die Hälfte des bei USB 3.0 Möglichen, aber immer noch „ein Vielfaches der mit USB 2.0 möglichen Geschwindigkeit“. „Die Schnittstelle stellt nur die Möglichkeiten bereit“, erklärt Anderka. „Welche Datenraten tatsächlich erreicht werden, hängt vom Gerät ab.“ Ist es kein USB-3.0-Gerät, fällt die Übertragung auf die Geschwindigkeiten der Vorgängerstandards zurück.

Auch die Technik in den Geräten ist ein Faktor. „Wenn ich da eine klassische USB-Festplatte dranhänge, dann komme ich an die Grenzen von USB 2.0“, sagt Anderka. „Das, was USB 3.0 bietet, reize ich bei weitem nicht aus.“ Anders sieht es bei SSD-Festplatten aus, in denen wie in Sticks Flash-Speicherbausteine stecken und die fast ausnahmslos mit USB-3.0-Schnittstelle ausgeliefert werden. Ob sie an einem USB-2.0- oder einem USB-3.0-Anschluss hängen, ist deutlich spürbar.

Obwohl USB 3.0 also noch nicht ganz ausgereizt ist, ist Mitte August die nächste Version USB 3.1 verabschiedet worden. Sie bringt eine Verdopplung der Datenübertragungsrate auf 1,25 GB pro Sekunde.

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