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Technik : Erste Hilfe für das Smartphone

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was tun, wenn das Smartphone in der Pfütze landet oder einem der Code einfach nicht mehr einfallen will? Meist gibt es eine Lösung

Smartphones machen so einiges mit. Mal gehen sie zu Bruch, mal verloren – und was hilft eigentlich, wenn man den Sperrcode vergessen hat? Hier sind sieben Probleme – und sieben Lösungen aus dem Smartphone-Alltag.

Mein Smartphone ist ins Wasser gefallen.

Hier zählt Schnelligkeit, sagt Rainer Beckmann, der ein Repair-Café betreibt. „Zunächst: Sofort ausschalten, sollte es noch eingeschaltet sein. Als Nächstes sind alle losen Teile wie Sim- oder SD-Karte und der Akku zu entfernen“, rät er. Dann wird sichtbares Wasser abgetupft und das Smartphone für 24 bis 48 Stunden in einen Beutel Reis gelegt. Reis entzieht die restliche Feuchtigkeit. Mit etwas Glück funktioniert das Smartphone danach wieder. Auch wenn dann nicht garantiert ist, dass es keine Folgeschäden gibt, sagt Mobilfunkhändler Cem Caliskan. Deshalb führt auch kein seriöser Händler bei solchen Schäden eine Reparatur durch.

meine Apps sind so

langsam. Was ist zu tun?

„Man sollte regelmäßig überprüfen, welche Apps überhaupt noch benutzt werden. Alleine das Löschen von Apps kann die Performance deutlich verbessern“, empfiehlt Markus Merkle. Nicht benötigte Apps im Hintergrund findet und beendet man besser. Wenn das nicht hilft, kann man nach einer Datensicherung das Handy auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Vielleicht ist das Telefon aber auch einfach schon ein paar Jahre alt?

Das Display ist

gesprungen. Was tun?

Ein gesprungenes Display kann noch funktionieren. Markus Merkle warnt aber davor, es über einen längeren Zeitraum weiter zu verwenden. „Einerseits können durch die Risse Schmutzpartikel und Feuchtigkeit ins Telefon eindringen, andererseits besteht Verletzungsgefahr für den Benutzer.“ Erste Hilfe für das Display kann hier auch nachträglich eine Schutzfolie als „Pflaster“ sein. Aber: So schnell wie möglich sollte ein Austausch des Displays stattfinden.

Mein „eingefrorenes“

Handy reagiert nicht.

Den Akku entnehmen und wieder einsetzen, ist der leichteste Weg. Geht das nicht, hilft ein „Hard Reset“. Dazu werden bei Androidgeräten meist der Knopf für die Displaysperre und eine der beiden Lautstärketasten zusammen gedrückt. Bei iPhones müssen gleichzeitig die Home- und die Sperrtaste gedrückt gehalten werden. Im Zweifel wartet man, bis der Akku sich selbst geleert hat. Manchmal wirkt auch ein Anruf auf dem streikenden Telefon Wunder.

Ich habe meinen

Sperrcode vergessen.

iPhones werden gelöscht, wenn man zu oft den falschen Code eingibt. Dann lassen sie sich per iCloud, iTunes oder den Wartungszustand entsperren und wiederherstellen. Ohne Datensicherung sind dann allerdings alle Daten futsch. Genaue Anleitung zum Wiederherstellen gesperrter Telefon gibt Apple auf seiner Webseite. Androidbesitzer können ab Version 5.0 Googles Android Geräte-Manager auf der Google-Webseite nutzen, um die Passwortsperre zurückzusetzen. Eine Einschränkung gibt es aber: Der Geräte-Manager muss auf dem Smartphone aktiviert sein, bevor man den Code vergisst.

Mein Handy wurde

gestohlen, was nun?

Hier helfen die Apps „iPhone-Suche“ für iOS und der Android Geräte-Manager. Sie erlauben das Aufspüren des Telefons und im Notfall auch das Löschen der Daten aus der Ferne, erklärt Rainer Beckmann. Das Telefon sollte sofort nach Bemerken des Diebstahls beim Netzbetreiber gesperrt werden. Für die Anzeige bei der Polizei braucht man auch die Imei-Nummer des Gerätes. Mit ihr können gefundene Geräte zurück zum Eigentümer gelangen. Sie befindet sich auf der Rechnung und der Verpackung des Telefons oder wird nach Eingabe von „*#06#“ angezeigt.

ich weiss nicht, wo

mein stummes Handy ist.

Auch hier helfen „iPhone-Suche“ und Android Geräte-Manager. „Darüber können, je nach Modell, trotz Stummschaltung, Signaltöne ausgesendet werden“, so Markus Merkle. Klappt das nicht, weiß Beckmann Rat: „Die meisten Smartphones senden einen Warnton, wenn der Akku zur Neige geht – auch, wenn sie auf stumm geschaltet sind.“ Also: Warten und die Ohren offen halten.

Tobias Wienke

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