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Gamecheck: This War Of Mine : Einfach nur überleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 18.Jan.2015 | 19:10 Uhr

Das Spiel

Der Indie-Titel ist kein Spiel im eigentlichen Sinne, denn es dient nicht der Unterhaltung. „This War Of Mine“ ist eine Erfahrung - und noch dazu eine schwer bekömmliche. Das Game simuliert das Überleben in einem namenlosen Krieg, ohne jedes Heldentum, voller Verzweiflung, mit einer deprimierenden Schonungslosigkeit. Die Protagonisten, ob ehemaliger Arzt, Fußballer oder Lehrer, werden in ein Szenario aus Zerstörung und nacktem Existenskampf geworfen. Während man tagsüber im zerbombten Unterschlupf notdürftige Lebenserhaltungsmaßnahmen organisiert, steigt in der Nacht die Dramatik. Wir müssen einteilen, wer auf Beutezug in die Umgebung entsandt wird, wer rasten darf und wer Wache halten soll. Welche Auswirkungen diese Entscheidungen haben, erfahren wir schmerzhaft: Dringen andere Überlebende in unser Haus ein? Reicht dem Kranken ein wenig Schlaf zur Erholung? Findet unser Plünderer etwas zu essen? Spätestens, wenn es der Hunger erfordert, Unschuldige zu ermorden und deren Angehörige vor Schmerz zusammensacken, kann von Spielspaß keine Rede mehr sein. Der ungewöhnliche Film-Noire-Grafik unterstreicht die trostlose Szenerie. Passend dazu ist die Simulation ein Permadeath-Game ohne Speicherfunktion. Alle Entscheidungen sind also endgültig.

Das Fazit

Selten wurde der tägliche Kampf nach Nahrung, Wärme, und Schlaf in einem Spiel derart explizit dargestellt. „This War Of Mine“ ist keine Geschichte über Heldenmut, aber es veranschaulicht brutal die Schrecken des Krieges für Zivilisten.

 

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