Samsung Galaxy S6 : Edel, schnell, aber nicht perfekt

Samsungs neues Galaxy S6 im Test
Samsungs neues Galaxy S6 im Test

Plastikdesign ade: Das neue Samsung Galaxy S6 besticht mit Glasflächen / Bei der Technik ist das neue Modell führend

svz.de von
01. April 2015, 23:03 Uhr

Die Designer von Samsung in Kalifornien und Südkorea waren es wohl leid, dass ständig am Plastikdesign der Galaxy-Smartphones herumgemäkelt wurde. Beim neuen Samsung Galaxy S6 und dem Schwester-Modell S6 Edge wurden Vorder- und Rückseite mit ultra-harten Glasflächen überzogen.

Bei den technischen Werten übertrumpft Samsung die Spitzenmodelle der Konkurrenz. Das OLED-Display (5,1 Zoll Bildschirmdiagonale) hat eine Auflösung von 2560 mal 1440 Pixel (577 Pixel pro Zoll). In der Praxis merkt man davon wenig, da man schon bei Full-HD-Displays anderer Hersteller einzelne mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Die Farbdarstellung beim S6 ist OLED-typisch sehr kräftig, die Displays lassen sich auch im Freien gut ablesen.

Das neue Galaxy S6 erscheint in zwei Varianten, die sich nur äußerlich unterscheiden. Das kleinere und schlankere S6 Edge hat ein an beiden Ecken gebogenes Display, so dass ein dünner Seitenbildschirm zur Verfügung steht. Er kann im Ruhezustand mit der Uhrzeit, Kurzmitteilungen, Wetter- oder Sport-Berichten bespielt werden.

Beide S6-Modelle verfügen über einen flotten Achtkern-Prozessor („Exynos 7420“), der aus der hauseigenen Chip-Schmiede stammt. Die Ingenieure haben vier der acht Kerne für leistungshungrige Anwendungen mit 2,1 Gigahertz (GHz) getaktet, die anderen vier Kerne begnügen sich mit 1,5 GHz. Standard-Aufgaben erledigen die langsameren Kerne, ansonsten helfen die vier Turbo-Kerne.

Auf der Rückseite hat Samsung wie beim Vorgängermodell S5 eine 16-Megapixel-Kamera verbaut und ihr einen optischen Bildstabilisator verpasst. Damit gelingen bei Tageslicht scharfe Bilder mit natürlichen Farben.

Da der Akkutausch wegfällt, kommt es auf lange Laufzeit an. Im Praxistest lief er bei einer normalen Nutzung knapp zwei Tage lang ohne Nachladen. Im Dauertest machte der Akku erst nach zehn Stunden HD-Video-Wiedergabe schlapp.

Einen groben Schnitzer leistet sich Samsung jedoch bei der Software-Ausstattung: Nach dem ersten Start des Geräts werden ohne Nachfrage eine Reihe von Apps installiert, die klar in die Kategorie „Bloatware“ (engl. „to bloat“ – aufblähen) fallen. Immerhin können Anwender diese Apps deinstallieren. Unter dem Strich bieten beide S6-Modelle ein überzeugendes Design, ein exzellentes Display, eine überdurchschnittlich gute Akkulaufzeit und viel Power. Das alles hat seinen Preis. Die beiden S6-Modelle sind nun mit zwischen 849 und 1049 Euro (S6 Edge) bzw. 699 bis 899 Euro (S6) teurer als das iPhone von Apple.

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