zur Navigation springen

Digitale Post : E-Mail ist nicht gleich E-Mail

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ob beruflich oder privat: E-Mail-Anbieter gibt es in Hülle und Fülle - doch nicht jedes Angebot für digitale Post taugt etwas.

Egal ob man sich seinen ersten E-Mail-Account zulegt oder eine zweite Adresse möchte: Genaues Hinsehen lohnt sich bei der Entscheidung für einen Provider. Ein Überblick:

Freemailer

Die meisten nutzen kostenlose Dienste wie Gmail, Gmx oder Web.de, Outlook.com, T-Online oder Yahoo. Ein Unterschied zwischen diesen Freemailern ist der Speicherplatz. Ein Gigabyte sollte es schon sein, damit man nicht ständig das Postfach ausmisten muss. „Manche bieten auch zusätzlichen Speicherplatz über eine Online-Festplatte, also eine Cloud an“, erklärt Miriam Rusch-Rodosthenous von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Kalender, Ordnerverwaltung oder die Größe von Mail-Anhängen sind weitere Funktionen, bei denen es Unterschiede geben kann. Die kostenlosen Anbieter haben zudem auch Nachteile: Anzeigen, Werbe-Mails und laxe Datenschutzregelungen sind nicht selten.

Bezahlangebote

Einige Funktionen wie zusätzlichen Speicherplatz oder größere Dateianhänge bekommt man oft nur gegen Bezahlung. Bei den Angeboten sollte man daher kritisch darauf achten, was man tatsächlich an Leistungen benötigt“, rät Urs Mansmann vom „c't“-Magazin. „Reine Bezahlanbieter schneiden da mitunter besser ab als die kostenpflichtigen Angebote der Freemailer.“

Wer seine Mails auch auf Smartphone oder Tablet abruft, sollte darauf achten, dass der Mailanbieter das Netzprotokoll IMAP anbietet. „Damit wird das komplette Postfach auf allen Geräten synchronisiert“, erläutert Verbraucherschützerin Rusch-Rodosthenous.

Sicherheit

Es macht durchaus einen Unterschied, ob der Service ein deutscher oder ein ausländischer ist, sagt Mansmann. Denn wenn das Rechenzentrum in Deutschland steht, gelte auch hiesiges Datenschutzrecht. Bei Serverstandorten im Ausland falle die Verwendung der Daten unter die dortigen Bestimmungen. Wer genaueres über die Datenschutzpolitik der Betreiber erfahren will, sollte in deren AGBs und Datenschutzbestimmungen nachlesen, rät Rusch-Rodosthenous. Kostenpflichtige Anbieter wie Posteo oder Mailbox.org punkteten hier mit Transparenz und Anonymität. Bei der Anmeldung muss man etwa keine persönlichen Daten angeben.

Wegwerf-Adressen

Ein weiterer Schritt zur Datensicherheit sind Kurzzeit-Adressen. Dafür legt man sich bei einem Maildienst eine Adresse an, die entweder nach einem bestimmten Zeitraum abläuft oder die man nach Gebrauch wieder abmeldet. Oft müssen Nutzer dafür nicht einmal ihren Namen angeben. „Sinnvoll ist das bei Anwendungen, die man nur einmal macht, zum Beispiel für einen Download oder für die Anmeldung bei Foren oder Chats“, erklärt Rusch-Rodosthenous.

Eigene Maildomain

Die Königsdisziplin ist, sich eine eigene Domain zuzulegen, die auch für den Mailverkehr genutzt werden kann. „Der Vorteil ist , dass man eine sehr eingängige E-Mail-Adresse hat“, erklärt Pritsch – etwa Vorname@Nachname.de. Dazu meldet man bei einem sogenannten Hoster seine Wunschdomain an. Teilweise bieten auch die großen Mailprovider diesen Dienst an.

Zusammen mit der Internetadresse bekommt man meist auch ein oder mehrere Postfächer sowie Speicherplatz für die eigene Webseite.Solche Pakete gibt es schon für wenige Euro im Monat. Julia Ruhnau

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen