Add-ons : Doping für den Browser

<p> </p>

 

Überblick über nützliche Erweiterungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit

svz.de von
11. September 2015, 08:59 Uhr

Beliebte Browser wie Firefox oder Chrome lassen sich mit Add-ons ausbauen. Das Angebot an Erweiterungen ist nahezu unüberschaubar. Jedoch sollte man nicht jedes Add-on blindlings installieren. „Grundsätzlich sollten die installierten Erweiterungen aus seriösen Quellen stammen“, erklärt Frank Termer vom IT-Branchenverband Bitkom.

Hilfreich bei der Einschätzung sind auch Popularität und Bewertungen auf den Add-on-Seiten von Mozilla und Google. Letztlich sollte man nur Erweiterungen zum Browser hinzufügen, die man auch wirklich nutzt. „Sind sehr viele Add-ons installiert, kann das insbesondere den Start des Browsers verlangsamen“, erklärt der Bitkom-Experte.

Tracking-Blocker

 Jeder Nutzer hinterlässt im Netz Spuren. Dritte können das Surfverhalten des Nutzers auswerten und ihm etwa personalisierte Werbung anzeigen. „Tracking funktioniert zumeist über JavaScript und andere aktive Inhalte, so dass Script-Blocker einen guten Schutz bieten können, aber manchmal auch in der Bedienung nicht so einfach sind“ erklärt Datenschützerin Marit Hansen. In ihren Augen hat sich für Firefox NoScript bewährt, das JavaScript, Java-Applets, Flash und Microsofts Silverlight ausfiltern kann. Für Chrome habe die Erweiterung ScriptBlock eine ähnliche Wirkung. Speziell auf Tracking-Schutz ist das Add-on Ghostery für Firefox und Chrome ausgerichtet. Ebenfalls empfehlenswert ist laut Marit Hansen der Privacy Badger. Wer wissen möchte, welche Nutzerdaten Websites so sammeln, sollte Add-ons wie Lightbeam (Firefox) oder Collusion (Chrome) installieren.

Mails verwalten und schreiben

„Wer einen Webmailanbieter wie Gmx, Web.de oder Gmail nutzt, kann über entsprechende Add-ons eine Benachrichtigungsfunktion für neu eingetroffene Mails nachrüsten, ansonsten sind die Fähigkeiten des jeweiligen Webmailers der Anbieter absolut ausreichend“, sagt Falko Hansen vom Telekommuniaktionsportal „Teltarif.de“. Allerdings: „Wessen Anbieter keine gute Webmailoberfläche bietet, kann mit Simplemail (Firefox) oder Whiteout Mail (Chrome) einen vollständigen E-Mail-Client in den Browser integrieren“, so der Experte.

Screenshots machen

„Mein persönlicher Favorit ist hier ganz klar FireShot, da ich selbst schon seit Jahren damit arbeite“, sagt Falko Hansen. Ebenso eigne sich aber auch das Add-on Nimbus: „Beide Tools sind sowohl für Firefox als auch Chrome verfügbar und ermöglichen auch die Aufnahme einer kompletten Website.“

Passwort-Manager

Wer viel im Internet unterwegs ist, hat zahlreiche Accounts und damit auch Passwörter zu verwalten. Online finden sich sehr viele Password-Manager wie Lastpass für Firefox und Chrome.„Dieser ist allerdings vor kurzem ein Angriffsziel von Hackern geworden, selbst wenn dies vermutlich keine großen Auswirkungen hatte“, sagt Marit Hansen vom ULD SH. Generell müsste jeder selbst entscheiden, ob er seine Passwörter verschlüsselt in einer Cloud, verschlüsselt auf einem USB-Stick (etwa mit Keepass) oder auf einem Zettel notiert aufbewahren möchte. Ihre Empfehlung sei das Passwort-Management-Add-on Blur (Firefox und Chrome).

Verschlüsselung

HTTPS Everywhere von der EFF (Firefox und Chrome) sorgt - falls möglich - für verschlüsselte Verbindungen zu Webseiten. „Statt HTTP wird dann HTTPS verwendet“, so Marit Hansen.

Favoriten-Verwaltung

„Wer seine Bookmarks über verschiedene Browser oder mehrere Rechner verwalten möchte, kann auf Xmarks oder Linkman Lite zurückgreifen“, sagt Falko Hansen.

Wörterbücher

„Bei Vielschreibern lohnt es meist auch, eine Rechtschreibprüfung zu installieren - dann gibt es beim nächsten Facebook-Post oder Blog-Kommentar weniger Kritik“, so Falko Hansen. Zahllose Wörterbücher in nahezu allen Sprachen lägen als Add-on vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen