Ratgeber : Die richtige Festplatte finden

SSD-Chipspeicher sind im Betrieb schneller und unempfindlicher gegen Erschütterungen.
SSD-Chipspeicher sind im Betrieb schneller und unempfindlicher gegen Erschütterungen.

Wenn es schnell gehen soll , hat die klassische Festplatte mit ihren Magnetscheiben keine Chance gegen einen SSD-Chipspeicher.

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25. November 2014, 22:06 Uhr

Früher war alles einfacher – zumindest mit den Festplatten. Eine steckte im Rechner, auf ihr war alles drauf - Betriebssystem und Daten. Heute nimmt man je nach Gebrauch eine der verschiedenen Arten von magnetischen Festplatten oder einen SSD-Chipspeicher. „Bei heutigen Preisen gibt es eigentlich keine Alternative mehr“, sagt Michael Schmelzle von der Computerzeitschrift „PC-Welt“. „Das Betriebssystem und die am häufigsten genutzten Programme gehören auf eine SSD. Und ins Notebook baue ich auch eine SSD ein, gerade da lohnt es sich.“ SSD (Solid State Drive) sind Speichergeräte, die ähnlich wie ein USB-Stick arbeiten. Es gibt keine beweglichen Teile wie bei der klassischen Festplatte, der HDD (Hard Disk Drive). HDD speichern Daten mit Schreib- und Leseköpfen auf rotierende Magnetscheiben - Stöße und Stürze mögen sie nicht. SSD sind unempfindlicher und schneller. Auch der nachträgliche Einbau lohnt sich - gerade bei billigeren Notebooks und PCs, die nur eine HDD haben. Die momentan optimale Größe einer SSD liegt bei 256 Gigabyte (GB), erklärt Achim Roos vom Online-Portal „Tom's Hardware“. Damit komme man später auch nicht so leicht in Engpässe. Letztlich sei es eine Preisfrage. SSD sind im Vergleich nämlich teurer: Bei einer HDD kostet das Gigabyte nur rund 4 Cent, bei der SSD etwa 40 Cent. „Kauft man eine herkömmliche Festplatte, muss man sich zunächst fragen, wozu sie gebraucht wird“, sagt Roos. Denn die Hersteller haben ihre Festplatten inzwischen auf bestimmte Zwecke abgestimmt. Da sind zum einen die Festplatten für Desktop-PCs. Hier gehen die Hersteller davon aus, dass sie nur einige Stunden täglich im Einsatz sind. Es gibt zwei Leistungsklassen: „Die langsameren arbeiten mit niedrigeren Drehzahlen, so zwischen 5400 und 6000 Umdrehungen maximal“, sagt Michael Schmelzle. Die schnelleren Platten arbeiten mit 7200 Umdrehungen pro Minute. Sie sind etwas teurer, brauchen mehr Strom und haben ein lauteres Betriebsgeräusch. „Nur für die Datenablage reichen 5400er-Platten grundsätzlich immer“, sagt Roos.

Die größten Festplatten im Handel fassen derzeit acht Terabyte (TB), knapp 8000 Gigabyte. Das Preisgefälle fällt dabei recht deutlich aus. So kosten Platten mit acht TB im Netz 700 bis 800 Euro, HDDs mit sechs TB gibt es dann schon für rund 300 Euro, drei TB als internes Laufwerk schon ab 87 Euro. Wer seine Bedürfnisse kennt, spart Geld. Neben verschiedenen Speichergrößen haben Festplatten auch unterschiedliche Formate, nämlich 2,5 und 3,5 Zoll. Im PC werden meist 3,5-Zoll-Modelle verbaut. Sie haben den größeren Speicherplatz. Das Fassungsvermögen der 2,5-Zöller endet derzeit bei zwei TB. Und dann sind da noch die externen Festplatten mit USB-Anschluss. Sie werden sowohl in 3,5-Zoll als in 2,5-Zoll verkauft. Die großen Modelle bieten mehr Platz, die externen 2,5-Zoll-Platten brauchen dafür kein eigenes Netzteil, erklärt Roos. Sie bekommen Daten und Strom über den USB-Anschluss. Solche externen Festplatten - ob in 2,5- oder 3,5-Zoll sind hervorragend zur Sicherung wichtiger Daten geeignet.

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