Eigener Account des Innenministers : Seehofer twittert nicht mehr und lästert über "bösartige Community"

Innenminister Horst Seehofer setzte während seiner Twitter-Karriere nur zwei Tweets ab.
Innenminister Horst Seehofer setzte während seiner Twitter-Karriere nur zwei Tweets ab.

Nach nur zwei Beiträgen hängt Innenminister Seehofer seine Twitter-Karriere schon wieder an den Nagel.

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05. Juli 2019, 09:39 Uhr

München | Kein Jahr nach seinem ersten Tweet hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Twitter schon wieder den Rücken zugekehrt. Die Gründe dafür sieht der 70-Jährige vor allem in der Kommentar-Kultur, wie Seehofer am Donnerstag dem "Donaukurier" sagte:

"Gelegentlich schaue ich mir dann an, wie das kommentiert wird, und was ich da lese, ist oft dermaßen platt und flach, gehässig und bösartig – nein, von so einer Community möchte ich nicht Teil sein." Horst Seehofer

Er verwies stattdessen auf die "seriösen" Aktivitäten seines Social-Media-Referat im Bundesinnenministerium. Dieses agiert auf Twitter eher nüchtern und weist vor allem auf Beschlüsse und Termine hin. Zum Beispiel heißt es dort: "Mit der Reform des #Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetz wird der Verwaltungsaufwand verringert & Zulagen deutlich erhöht", oder auch: "Hohe Einsatzfähigkeit der #GSG9 der #Bundespolizei - BM Horst #Seehofer hat sich heute bei einem Besuch am Standort in #SanktAugustin vom Einsatzspektrum überzeugt".

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Vor rund einem Jahr hatte Seehofer angekündigt, "wahrscheinlich Ende August (2018)" selbst twittern zu wollen: "Ich sehe mich jetzt gezwungen, weil manche Wahrheiten ich sonst nicht unter eine breitere Bevölkerung bekomme", sagte er damals. Tatsächlich setzte er seinen ersten Tweet dann im September ab. Oft machte er aber davon nicht Gebrauch, nur zwei Mal twittere er überhaupt: einmal zu seinem Rücktritt als CSU-Chef und einmal, um Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl zur CDU-Chefin zu gratulieren. Vielleicht hat er deswegen auch "nur" 10.400 Follower.

So reagiert die Twitter-Community

Unter den Twitter-Nutzern riefen die Aussagen Seehofers zum Community-Verhalten Kritik hervor.

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Mit Material von dpa

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