Bluetooth : Der blaue Wumms

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Bluetooth-Boxen für unterwegs / Für weniger als 100 Euro erhalten Musikfans brauchbare Lautsprecher

svz.de von
11. November 2014, 23:12 Uhr

Unterwegs Musik zu hören wird immer einfacher und komfortabler. Aber laut Musik über den Smartphone-Lautsprecher zu hören, ist kein Klangvernügen, und es nervt auch die Umgebung. Doch mit Bluetooth wird die Musik ohne störende Kabel zum separaten Lautsprecher übertragen. Immer mehr Modelle landen in den Läden – los geht es bei wenigen Euro bis hin zu mehreren Hundert. Worauf kommt es also an?

„Wichtige Eigenschaften eines guten Bluetooth-Lautsprechers sind ein ausgewogener, voluminöser Klang, eine lange Akkulaufzeit, stabile und schnell einzurichtende Schnittstellen für die Verbindung zum Smartphone oder Tablet“, sagt Björn Brodersen vom Online-Portal „Areamobile.de“. Wichtig sind auch einfache Bedienelemente. Das Auswählen der gewünschten Musiktitel sollte leicht von der Hand gehen, ebenso das Regeln des Klangs. Damit der tragbare Klangwürfel mehr kann, als nur Musik abzuspielen, lohnt es, in Zusatzfunktionen zu investieren. Viele Geräte können auch als Freisprecheinrichtung genutzt werden oder über einen Aux-Anschluss Musik aus anderen Klangquellen abspielen.

Brodersen empfiehlt, auf Standard-Anschlüsse zu achten. Dann lässt sich auch Zubehör von Drittfirmen anschließen. Damit das Gerät nicht nach einiger Zeit zu Elektroschrott wird, sollte der Akku austauschbar sein. Außerdem sollte ein Netzteil zum Lieferumfang gehören. Je länger der Akku durchhält, desto besser – so ist man auf keine Steckdose angewiesen. „Wenn ich fast den ganzen Tag am Strand verbringe und dort Musik hören möchte, reichen fünf oder sechs Stunden Akkulaufzeit des Bluetooth-Lautsprechers nicht“, sagt Brodersen. Einige Hersteller versprechen Laufzeiten zwischen 10 und 20 Stunden. Doch das sind Maximalwerte. Im Alltagsgebrauch kann der Strom schon eher ausgehen. Kommt der Lautsprecher mit auf Reisen, sollte er robust sein. „Wer einen Bluetooth-Lautsprecher für die Nutzung am Strand oder anderswo draußen sucht, sollte nach einem Gerät mit einem vor Spritzwasser, Staub und Dreck geschützten Gehäuse suchen“, sagt Brodersen.

Kritiker bemängeln bei Bluetooth-Boxen häufig Verluste bei der Klangqualität. Daher ist eine stabile Datenverbindung zum Smartphone oder Tablet wichtig, von dem die Musik gestreamt wird, außerdem ein effizienter Audio-Codec wie AAC oder AptX. Praktisch sind laut Björn Brodersen außerdem voreingestellte Sound-Profile, die der Nutzer wählen kann, oder eine Equalizer-Funktion, mit der sich der Klang manuell nach den eigenen Vorlieben anpassen lässt.

Der Einstieg in die Welt der Bluetooth-Boxen kostet 20 bis 50 Euro. Doch was ist von Geräten dieser Preisklasse zu erwarten? Einige mobile Boxen schaffen bei geringer Leistung eine Lautstärke, die für die leise Beschallung eines Zimmers ausreicht. „Insgesamt würde ich erwarten, dass die Klangqualität in dieser Preisklasse meist etwas besser als bei Smartphones ist, jedoch immer noch recht bassarm und dünn“, sagt Björn Brodersen. Für Preise bis 100 Euro bekomme man bereits bessere Modelle mit mehr Leistung. Nutzer mit Anspruch wollen klare Höhen und satte Bässe. Dafür müssen sie schon 100 bis 200 Euro ausgeben – für Luxusmarken noch deutlich mehr. Wunder sollte man aber auch von teuren Modellen nicht erwarten. „Man muss immer bedenken, dass die tragbaren Lautsprecher meist deutlich besser klingen als der externe Lautsprecher des Smartphones oder Tablets, sie an die Klangqualität der heimischen Stereoanlage aber nicht herankommen“, sagt Brodersen.

Das Computermagazin „c't“ (Ausgabe 15/2014) hat 15 Bluetooth-Lautsprecher getestet: Guten Klang attestierten die Tester dem Bose SoundLink Mini (200 Euro): „Der Mini klingt voluminös, klar in den Höhen und entfaltet trotz der eng beieinander liegenden Treiber ein weites Stereofeld“. Ebenfalls einen sehr guten Klang mit druckvollen Bässen und klaren Höhen produziert im Vergleich der Logitech Ultimate Ears (UE) Boom (ab 180 Euro). Für rund 80 Euro ist man dem Test zufolge auch mit dem Sony SRS-X2 sehr gut bedient.

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