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Daten verschlüsseln: Topsecret für jedermann

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2014 | 23:12 Uhr

Der einzige wirksame Schutz vor jedem unbefugten Zugriff ist eine Verschlüsselung des Geräts. „Sensible Daten sollte man verschlüsseln, um sie vor unberechtigtem Zugriff zu sichern“, rät Tim Griese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Aber nicht nur für den Fall eines Diebstahls zahle sich Verschlüsselung aus: „Auf einem gemeinsam genutzten Computer kann sie Daten für die Mitbenutzer unlesbar machen.“ Doch wie geht man vor, wenn man die Dateien auf dem eigenen PC schützen will? „Es gibt eine Vielzahl teilweise auch kostenlos verfügbarer Programme, die die Verschlüsselung einzelner Dateien und Ordner oder ganzer Datenträger ermöglichen“, sagt Griese. „Oft können auch Programme zur Datenkompression die komprimierten Daten verschlüsseln, beispielsweise die Open-Source-Anwendung 7-Zip.“ Eine vom BSI in Auftrag gegebene Verschlüsselungslösung, die auch Mails umfasst, ist GNU Privacy Guard for Windows (Gpg4win). Doch die Entwickler stellten die Weiterentwicklung ein. Die letzte Vollversion 7.1a könne laut Experten der Fachzeitschrift „c't“ erst einmal bedenkenlos weiter verwendet werden.
Der Informatiker Prof. Norbert Pohlmann vom Institut für Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule warnt: „Ich würde aus heutiger Sicht keine Technologie nehmen wollen, die in Amerika entwickelt wurde.“ Das BSI empfiehlt als Alternative die auf TrueCrypt basierende Software TrustedDisk von Sirrix, die als Kauf-Variante die amtliche Zulassung für Verschlusssachen erhalten hat. Das Software-Unternehmen aus Saarbrücken will bald eine kostenlose Version für Privatnutzer liefern, sagt Sirrix-Sprecherin Christina Biermann: „Wir prüfen noch, welche Teile aus lizenzrechtlichen beziehungsweise sicherheitstechnischen Gründen neu geschrieben werden müssen.“


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