Sicherheit : Daten: Brotkrümel imWeb

Nicht wahllos online shoppen: Oft hilft schon ein kleiner Blick ins Impressum, um Problemen zu vermeiden.
Nicht wahllos online shoppen: Oft hilft schon ein kleiner Blick ins Impressum, um Problemen zu vermeiden.

Egal ob Cloud, Facebook oder Online-Shoppen: Wer surft, hinterlässt Spuren – und die sind wahres Gold wert

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14. März 2014, 07:54 Uhr

Ein Buch lässt sich heute mit wenigen Mausklicks kaufen. Zu Freunden und Bekannten hält man Kontakt per Facebook. Manche schreiben ihr Tagebuch am Rechner - und speichern die Daten in einer Cloud. Nicht erst seit dem NSA-Skandal zweifelt so mancher daran, ob das eine gute Idee ist. Denn viele Daten sind im Internet nicht anonym. Im Gegenteil, manche Unternehmen sammeln sie gezielt, um etwas über die betreffenden Verbraucher zu erfahren, heimlich, ohne dass die davon wissen.


Datenschutz-Niveau vereinheitlichen


Weil die Digitalisierung den Alltag der Verbraucher weiter verändern wird, fordert die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein einheitliches Datenschutz-Niveau. „Das ist in Europa aber momentan noch sehr unterschiedlich“, kritisiert Lina Ehrig vom vzbv und verweist auf die noch nicht verabschiedete Europäische Datenschutzverordnung.

Ziel dieser ist unter anderem, dass sich künftig auch nicht-europäische Anbieter wie das soziale Netzwerk Facebook an ein einheitliches Recht halten müssen. Natürlich müssten auch die Verbraucher aufgeklärt werden, was für Konsequenzen es haben kann, wenn sie ihre Daten unbedacht preisgeben.


Bei Wecker-App für’s Smartphone fängt es an


Doch Daten können an weit mehr Stellen abgefangen werden als nur in sozialen Netzwerken. Das fange mit einer Wecker-App auf dem Smartphone an. Wer regelmäßig die App eines Anbieters öffentlicher Verkehrsmittel nutzt, gebe preis, wann er wohin fahre. „Oder ich nutze das Navigationssystem meines Autos, darüber kann man ableiten, wie ich fahre und zu welchem Ziel“, sagt Sabine Petri von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Wer zudem häufig im Netz einkauft, lasse meist erkennen, für welche Produkte er sich interessiere. Aufgrund solcher Daten lassen sich dann personalisierte Anzeigen einblenden.„Es sind Manipulationstechniken, die für viele Menschen nicht transparent sind“, sagt Petri. Erschwerend kommt im Online-Shopping dazu, dass es Anbieter gebe, die zwar Waren auf einer deutschsprachigen Website unter einer deutschen Domain anbieten, aber ihren Geschäftssitz in China haben. In solchen Fällen gestalte sich ein Umtausch hinterher schwierig.


Mehrere Suchmaschinen nutzen, Cookies löschen


Es gibt aber einige Tipps, mit denen man selbst etwas für die Datensicherheit tun kann. „Grundsätzlich empfehlen wir: Löscht regelmäßig eure Cookies.“ Diese enthalten Daten über besuchte Webseiten. Darüber hinaus sei es sinnvoll, nicht nur eine Suchmaschine zu verwenden. Neben Google erheben Suchhilfen wie duckduckgo.com und ixquick.com z. B. deutlich weniger Daten über die Nutzer.

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