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Digital

19. November 2017 | 08:16 Uhr

Das iPhone 7 im Praxistest

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kaum Veränderung bei Gehäuseform / Neues Kamera-Konzept und längere Akku-Laufzeiten überzeugen

Die neue iPhone-Generation kann man auf den ersten Blick erneut kaum von den Vorgängermodellen unterscheiden. Ja, der Audio-Klinkenstecker fehlt. Und auch die dünnen weißen Linien auf dem Gehäuse zur Isolierung der Antennen sind beim iPhone 7 verschwunden.

Zwei neue Farben gibt es: mattschwarz und das glänzende „diamantschwarz“. Sonst ist optisch alles beim Alten. Aber schon beim Aufwecken des Geräts aus dem Ruhezustand spürt man einen Unterschied.

Das iPhone 7 erkennt, wenn es aus der Tasche genommen oder in Richtung Gesicht bewegt wird - und aktiviert automatisch die Anzeige. So muss man für den schnellen Blick auf das Display keinen einzigen Knopf drücken. Entsperrt man das Gerät mit dem Fingerabdruck, fällt ein weiterer Unterschied auf: Der Home-Button ist kein mechanischer Knopf mehr, sondern eine drucksensitive Fläche, die sich keinen Millimeter mehr bewegt. Ein kleiner Vibrationsmotor im Gehäuse simuliert die Druckbewegung.

Etwas leichter als die Vorgänger, erfüllt das Gerät jetzt die Norm IP67 und sollte also einen Sturz in die gefüllte Badewanne oder einen heftigen Regenschauer beim Fotografieren überleben. Zum Schwimmen oder Tauchen reicht das aber nicht. Der bessere Schutz vor Staub und Spritzwasser ist einer der Gründe, warum Apple auf die herkömmliche Klinkenstecker-Buchse für den Kopfhörer verzichtet hat. Dem Team um Jony Ive ging es aber auxh darum, den knappen Platz im Gehäuse für andere Dinge zu nutzen. So verfügt das iPhone 7 an der Gehäuse-Oberseite über einen zweiten Lautsprecher. Im Test gelingt der viel kritisierte Übergang in das digitale Audio-Zeitalter überraschend schmerzlos. In der Box befindet sich ein Paar weißer Apple-Ohrhörer, die an die Lightning-Buchse des iPhone 7 gestöpselt werden. Außerdem gibt es einen Adapter für Klinken-Kopfhörer.

Einen Teil des durch den Wegfall der Klinkenbuchse gewonnenen Platzes verwendet Apple offenbar für eine größere Batterie. Im Test ließ sich zwar nicht ins Innere des iPhone 7 schauen, aber eine spürbar längere Akku-Laufzeit messen. Dieser kommt auch das Konzept zugute, für das sich Apple beim Hauptprozessor des iPhone 7, dem A10-Fusion-Chip, entschieden hat. Es handelt sich erstmals um einen Vier-Kerne-Prozessor. Zwei Kerne arbeiten stromsparend, zwei haben ordentlich Rechen-Power.

Bei der Kamera hat jetzt auch das kleinere iPhone 7 einen optischen Bildstabilisator, nicht nur der größere Plus-Bruder. Die im Praxistest gedrehten Videos liegen qualitativ über denen der Konkurrenzgeräte, insbesondere bei den Full-HD-Videos. Etwas anders fällt das Testergebnis bei Fotos aus. Hier spielen Samsung und Apple etwa in einer Liga. Das iPhone 7 Plus verfügt außerdem über eine zweite Rückenkamera mit einem Teleobjektiv, so dass für Fotos ein zweifacher optischen Zoom möglich ist.

Fazit: Wer ein iPhone mit neuem Gehäusedesign haben möchte, muss sich noch gedulden. Aber insbesondere für Besitzer eines älteren iPhone-Modells gibt es mit der exzellenten Kamera und der guten Akku-Laufzeit zwei Gründe, auf das iPhone 7 zu wechseln.

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