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Sicheres Internet : Computerspiel schützt Kinder

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming – Gefahren im Internet

Im Netz lauern zahlreiche Gefahren auf Kinder. Trotzdem wollen die meisten Eltern ihre Kinder nicht vom Internetrechner fernhalten. Schließlich sollen sie eine zeitgemäße Medienkompetenz erwerben. Dennoch können Eltern nicht die Augen vor den gefährlichen Stellen im Netz verschließen. Über Mobbing in den sozialen Netzwerken wie Facebook wird immer wieder in der Öffentlichkeit berichtet. Noch schlimmer ist Cyber-Grooming, eine besondere Form der sexuellen Belästigung im Internet, die das Ziel hat, im Internet sexuelle Kontakte anzubahnen.

Doch damit es erst gar nicht so weit kommt, hat die Deutsche Kinderhilfe in Kooperation mit WAZA! ein Computerspiel entwickelt, mit dem Kinder selbstständig und spielerisch die Möglichkeiten und Gefahren im Internet kennenlernen können.

Das Spiel „Luca und ein verhängnisvoller Sommer“ erzählt die Geschichte einer Gruppe von Kindern, die im Rahmen einer spannenden Detektivgeschichte die Vor- und Nachteile von Smartphones und Laptops entdecken. Um den Lerneffekt für Kinder zu erhöhen und sie auf wesentliche Probleme hinzuweisen, wurden die möglichen Gefahren und Risiken im Spiel besonders hervorgehoben.

Rainer Becker, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, betont: „In Deutschland hat das Thema Medienkompetenz heute leider immer noch nicht annähernd den Stellenwert, den er in der heutigen digitalisierten Welt haben sollte.“ Über 90 Prozent der 10- bis 18-Jährigen besitzen ein eigenes Handy oder Smartphone, weit über 60 Prozent einen tragbaren oder stationären Computer. Diese Zahlen belegen eindrücklich, dass für Kinder und Jugendliche diese Geräte zum alltäglichen Gebrauch gehören. Bereits 10-jährige Jungen und Mädchen surfen fast eine halbe Stunde pro Tag im Netz – 16- bis 18-Jährige beinahe zwei Stunden.

Dass Kinder und Jugendliche die modernen Kommunikationsmedien nutzen, ist äußerst sinnvoll. Das Internet hilft ihnen beispielsweise, sich schnell und unkompliziert über alle Wissensbereiche zu informieren. Insbesondere zum Erledigen von schulischen Angelegenheiten wie Hausaufgaben oder Referate sind die Möglichkeiten im Internet nahezu unbegrenzt. Allerdings häufen sich auch negative Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen im Netz. Mehr als ein Drittel der 10- bis 18-Jährigen wurde bisher mit Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming oder auch anderen Gefahren konfrontiert.
Die Deutsche Kinderhilfe fordert daher seit längerem schon die Einführung eines eigenen Schulfachs Medienkompetenz. Um kompetent mit den Gefahren im Internet umgehen zu können, bedarf es einer qualifizierten Schulung.

Das Spiel ist auf der Internetseite der Deutschen Kinderhilfe unter http://www.kindervertreter.de/de/projekte/bildung frei zum Download erhältlich.

 


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