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Tipps für Grafikkarten-Kauf : Brillante Bilder haben ihren Preis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer Computerspiele in hoher Auflösung spielen will, kommt um eine Extra-Grafikkarte nicht herum: Tipps für den Kauf

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Moderne PC-Prozessoren sind richtige Alleskönner. Sie verarbeiten nicht nur die Daten rasend schnell, dank integrierter Grafikeinheiten bringen sie auch Ansehnliches auf den Bildschirm: im Netz surfen, Texte schreiben, Bilder anschauen und Videos gucken, alles kein Problem. Trotzdem gibt es nicht nur für Gamer gute Gründe für eine eigenständige Grafikkarte.

Die integrierte Grafik sei mittlerweile „viel besser als ihr Ruf“, sagt Martin Kuypers von Intel. Mit der neuesten Generation des Herstellers ließen sich bis zu drei 4K-Displays ansteuern. Und sogar Computerspiele in Full-HD seien damit möglich. Die integrierten Grafikeinheiten seien von Generation zu Generation schneller geworden, bestätigt Martin Fischer vom Fachmagazin „c’t“. Für normale Bürotätigkeiten reichten sie völlig aus.

Geht es um Games, sei die erste Frage: „Welche Spiele spiele ich denn?“, sagt Rüdiger Kopp von der „Computerbild Spiele“. Das Angebot macht die Suche nicht einfacher. „Es gibt ungefähr 1400 Grafikkarten auf dem Markt“, weiß Fischer. Etwas eingrenzen kann man die Suche mit Hilfe des vorhandenen Budgets und der  Auflösung des oder der vorhandenen Monitore.

„Wenn ich spielen will an einem Full-HD-Bildschirm, und nur Gelegenheitsspieler bin, der nicht alle Detailstufen will, dann reicht eine Grafikkarte ab 100 bis 120 Euro“, sagt Fischer. Da gebe es zum Beispiel die GTX 750 Ti von Nvidia oder die R7 360 von AMD im Einstiegssegment. „Die sind auch sehr energieeffizient, damit ist man eigentlich ganz gut bedient.“

Wer eine Grafikleistung haben wolle wie bei einer Spielekonsole, müsse schon mindestens 150 Euro hinlegen, sagt Fischer. Gforce GTX 950 oder die Radeon R7 370 wären solche Karten mit zwei Gigabyte (GB) Videospeicher. „Die liegen auf PS4-Niveau.“

Wer noch mehr ausgibt, also ab 200 bis 300 Euro, der könne Full-HD-Spiele dann auch in hohen Detailstufen darstellen, sagt Rüdiger Kopp. In dieser Preisklasse sei ein durchschnittlicher Spieler gut aufgehoben. Wessen Monitor Bilder nicht nur mit 60, sondern auch mit 120 oder 144 Hertz darstellt, oder wer gar auf einem 4K-Monitor spielen will, für den wird es noch mal teurer. Denn die Grafikkarte muss beim Sprung von Full-HD auf 4K viermal soviel leisten. Im Bereich 4K-Gaming müsse man mit 450 bis 500 Euro rechnen. GTX 980 oder R9 390X seien aktuelle empfehlenswerte Modelle.

Natürlich müssen die passenden Stromzuleitungen und Stecker für die Grafikkarte vorhanden sein. Einige Karten bräuchten einen Sechs-Pin-, andere zwei Sechs-Pin- und wieder andere einen Sechs-Pin- und einen Acht-Pin-Stecker.

Auch der Hauptprozessor muss passen: Eine Vierkern-CPU mit drei Gigaherz (GHz) und nicht älter als vier Jahre sollte es schon sein. Der Rechner sollte am besten acht GB Arbeitsspeicher haben. Mit vier GB geht es meist, aber es gibt Spiele, die verlangen mindestens sechs GB, erklärt Fischer.

Neukäufer sollten darauf achten, dass die Karte DirectX 12 unterstützt, rät Kopp. Mit Windows 10 ist das der neue Grafikstandard geworden. In Zukunft werde es immer mehr Spiele geben, die das unterstützen oder sogar eine Grafikkarte verlangen, die DirectX 12 kann, so der Experte. „Sonst laufen sie gar nicht.“

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