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Gamecheck Wolfenstein: The New Order : Brachiale Baller-Orgie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 25.Jun.2014 | 17:57 Uhr

Im Jahr 1992 erschien das als erster Egoshooter geltende „Wolfenstein 3D“ und landete kurze Zeit später auf dem Index. Noch Jahre später galt der Titel als Synonym für Killerspiele. „Wolfenstein: The New Order“ nutzt nun den vorbelasteten Namen erneut.

Die Story versetzt den Spieler in eine Parallelwelt, in der Nazi-Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hat und die ganze Welt beherrscht. Der einsame Held kämpft gegen eine Übermacht von wirklich finsteren Feinden. Das ist nicht neu, aber die Story ist interessant und logisch aufgebaut. Der Spieler erfährt erst nach und nach mehr über die Vorgänge und ist damit so unwissenden wie der Protagonist selbst.

Technisch weiß „Wolfenstein: The New Order“ zu überzeugen. Alle Cutscenes sind in Spielgrafik gehalten und unterbrechen den Spielfluss nicht. Die Entwickler haben darauf verzichtet, überschwere Momente einzubauen, nur um die Spielzeit zu verlängern.

Leicht ist das Game trotzdem nicht, zumal die Gegener clever agieren, Deckung suchen oder den Spieler auch umgehen. Die Waffenauswahl ist genereüblich, auf eine Kettensäge wurde verzichtet. Auch sonst ist das neue „Wolfenstein“ ein Shooter der alten Schule. Spielerische Innovationen sind nicht zu erwarten.

Doch wer genau hinschaut, merkt schnell, dass sich die Entwickler nicht allzu ernst genommen haben. So sind einige der Musikstücke, die man im Laufe des Spiels zu hören bekommt, schon allein den Kauf wert. Der Protagonist erhält auch die Gelegenheit, den eingangs erwähnten Klassiker von 1992 noch einmal zu spielen. Nostalgie pur! Aber dafür muss man eben ganz genau hinschauen.

Das Fazit

Wer sich nicht am Setting stört, erhält einen Ego-Shooter mit überdurchschnittlicher Spielzeit, schwarzem Humor und tadelloser Technik. In die Hände von Kindern gehört er aber auf keinen Fall!


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