Gläubiger zufrieden : BenQ-Insolvenzverfahren endet nach zehn Jahren

Das taiwanesische Unternehmen BenQ hatte 2005 die kriselnde Handy-Sparte von Siemens gekauft, sich dabei jedoch übernommen.
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Das taiwanesische Unternehmen BenQ hatte 2005 die kriselnde Handy-Sparte von Siemens gekauft, sich dabei jedoch übernommen.

Gut zehn Jahre nach der Pleite des Handy-Herstellers BenQ Mobile bekommen die Gläubiger einen Großteil der noch ausstehenden Millionen zurück.

svz.de von
28. September 2017, 16:40 Uhr

Das Anfang 2007 eröffnete Insolvenzverfahren sei abgeschlossen, insgesamt sollen die Forderungen der Gläubiger zu 98 Prozent bedient werden, wie Insolvenzverwalter Martin Prager sagte.

«Das ist ein sehr gutes Ergebnis für ein so großes Verfahren, was uns natürlich freut.» Das taiwanesische Unternehmen hatte 2005 die kriselnde Handy-Sparte von Siemens gekauft, sich dabei jedoch übernommen.

Prager hatte den Schuldenberg zu Beginn des Insolvenzverfahrens 2007 auf 1,2 Milliarden Euro beziffert. Gut 5000 Gläubiger meldeten Forderungen an, darunter rund 3000 ehemalige Mitarbeiter.

Die Summe aller anerkannten Forderungen belief sich nach Angaben eines Sprechers schließlich auf rund 550 Millionen Euro - darauf beziehen sich die 98 Prozent. Prager hatte im Laufe der vergangenen zehn Jahre schon zwei Tranchen ausverhandelt, so dass 80 Prozent der Forderungen bereits bedient waren. Das noch ausstehende Geld soll bis Ende des Jahres fließen.

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