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B-Ware : Auf Schnäppchenjagd im Internet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer im Internet nach B-Ware Ausschau hält, kann mit Rabatten rechnen. Produkte sind oft wie neu. Wann sich der Kauf lohnt

Wer vergleicht, kann sparen. Gerade im Internet bieten viele Händler Marken-Produkte zu reduzierten Preisen an.

Meist handelt sich dabei um sogenannte B-Ware. „Die Produkte sind Neuwaren mit Fehlern“, sagt Oliver Prothmann vom Bundesverband Onlinehandel (BVOH) in Berlin. Da ist etwa die Verpackung defekt, oder auf dem Produkt befinden sich Kratzer oder Verfärbungen. Dann kostet ein Tablet-PC beispielsweise 180 Euro statt etwa 235 Euro, oder edle Damen-Pumps gibt es für rund 85 Euro statt regulär für 169 Euro. Vom Tintenstrahl-Drucker bis zum Designer-Rock - es lohnt sich, nach Preisnachlässen zu schauen.

Immer mehr Händler verkaufen nicht nur Neuware. Sie eröffnen im Internet einen weiteren Shop, in dem sie reduzierte Ware verkaufen - in nahezu allen Bereichen. Wer Ware anbietet, sollte immer eine eindeutige Darstellung des Produktes in Wort und Bild wählen, empfiehlt Prothmann. Die Beschreibung müsse auch etwas über den jeweiligen Zustand verraten. Ist dieser nicht ganz klar, sollten Interessierte vor dem Kauf den Händler kontaktieren.

Oft handelt es sich um Versandrückläufer - also Produkte, die ein Kunde als Neuware im Internet kauft und nach dem Auspacken zu Hause wieder zurückschickt. Beispielsweise weil ihm die Ware nicht gefallen oder gepasst hat. Der Händler will das Produkt dennoch verkaufen und bietet es mit einem Rabatt erneut an. Mögliche Mängel muss er dann aber in einer Produktbeschreibung detailliert auflisten, sagt Michael Sittig von der Stiftung Warentest.

Unter dem Strich kann sich der Erwerb von geöffneten oder gebrauchten Artikeln für Verbraucher rechnen. Bei technischen Geräten sind nach BVOH-Angaben zwischen 20 und 30 Prozent, bei Kleidung sogar bis zu 50 Prozent Rabatt möglich. Handelt es sich um topaktuelle Ware, können die Preisnachlässe kleiner ausfallen.

Wer B-Ware online bestellt, sollte neben der Produktbeschreibung vor allem auf die Gewährleistungsrechte achten - im Kleingedruckten beziehungsweise in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Prinzipiell gilt: Das Produkt kann man in den ersten zwei Wochen nach Zustellung wieder zurückschicken. „Das gesetzliche Widerrufsrecht, das sich aus den Fernabsatzregeln ergibt, gilt für B-Waren genauso wie für Neuwaren“, betont Sittig. Gründe für das Zurückschicken des Produkts muss der Kunde nicht nennen. Große Onlinehändler übernehmen die Kosten der Rücksendung oft auch freiwillig. Stellt sich nach dem Kauf heraus, dass das Produkt einen nicht angegebenen Mangel hat, kann der Kunde die Ware reklamieren. Dafür hat er zwei Jahre Zeit.

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