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Interview Günther Oettinger : Auf dem Land für schnelles Netz sorgen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU), EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sprach Rasmus Buchsteiner über die notwendige Breitbandversorgung in den ländlichen Räumen.

Herr Oettinger, wird langsames Internet für Deutschland allmählich zur Wachstumsbremse?
Oettinger: Wir müssen aufpassen und investieren. Deutschland liegt beim Ausbau schneller Internetverbindungen in Europa immer noch im vorderen Mittelfeld. Auch im weltweiten Vergleich stehen wir nicht schlecht da.

Im ländlichen Raum liegt der Versorgungsgrad mit schnellem Internet gerade erst bei 64 Prozent. Ist das Ziel der Bundesregierung, bis 2018 überall mindestens 50 Megabit je Sekunde an Surfgeschwindigkeit zu gewährleisten, überhaupt realistisch?

Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Aber wenn alle die Ärmel hochkrempeln und anpacken, können wir es schaffen. Allen ist klar, dass ohne eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur mittelfristig gar kein Wachstum mehr möglich sein wird. Vom Weltkonzern bis zum kleinen Mittelständler – jedes Unternehmen ist darauf angewiesen. Wir erleben gerade eine digitale Revolution, die alle Wirtschaftsbereiche erfasst.

18 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren in den Breitband-Ausbau investiert werden. Wer soll das bezahlen?

Zuallererst ist die Wirtschaft gefragt. Telekom & Co. müssen jetzt investieren. Ich bin sehr froh über die Zusagen, die bereits vorliegen. Wir werden in den nächsten Monaten bei Investorenkonferenzen in Brüssel darüber beraten, was wir auf europäischer Ebene tun können, um den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter zu beschleunigen.
 

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