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Nach NSA-Enthüllungen : Apple startet Datenschutz-Offensive

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 22:41 Uhr

Apple verspricht einen besseren Schutz der Privatsphäre. Unter anderem sollen Behörden sich ab dem neuen Betriebssystem iOS 8 keinen Zugang mehr zu iPhones und iPads mit Passwort-Schutz verschaffen können. Der iPhone-Konzern schaltete in der Nacht zum Donnerstag eine neue Website mit Informationen zum Datenschutz bei seinen Geräten und Diensten frei. Ab iOS 8 könne Apple nicht mehr den Passwort-Schutz bei einem iPhone oder iPad-Tablet umgehen, hieß es dort unter anderem. Damit habe man keine technische Möglichkeit mehr, auf Forderung von Behörden Inhalte wie Fotos, Nachrichten oder E-Mails aus den mobilen Geräten herauszuholen. Neue Zahlen zu Behörden-Anfragen im ersten Halbjahr 2014 zeigen, dass Apple nur in zwei Ländern auch Inhalte aus Nutzer-Profilen auf einen Durchsuchungsbefehl hin herausrückte. In den USA waren 155 Accounts betroffen, in Großbritannien einer. Die Nutzer von Apples Kartendienst seien nicht identifizierbar.

Apple mache dagegen sein Geld mit dem Verkauf von Geräten. Die Informationen in Diensten wie dem Kurznachrichten-Chat iMessage seien verschlüsselt und auch für Apple nicht zugänglich. Apple hatte in den vergangenen Jahren selbst einige negative Datenschutz-Schlagzeilen gehabt. So fanden Computer-Forscher vor einigen Jahren heraus, dass in der damaligen iPhone-Software sich zum Teil Informationen über die Fortbewegung der Nutzer auslesen ließen.

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