Gamecheck : Anno 2205: Radikaler Neuanfang

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Mit „Anno 2205“ wagt Ubisoft eine mutige Neudefinition der Serie, die alte Fans verprellen mag.

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03. Januar 2016, 17:56 Uhr

Das Spiel

Aufbauspiele vornehmlich aus deutschen Landen sind wie ein Gütesiegel. Einerseits stehen sie für gehobene Qualität, andererseits versprühten sie oft eher spröden Charme. Typisch deutsche Sachlichkeit eben. Dafür stand neben der knuffigen „Siedler“-Reihe auch seit 1998 auch die Wirtschaftssimulation „Anno“ in mehreren Teilen. Mit dem jüngsten Sproß „Anno 2205“ wagt Publisher Ubisoft jedoch einen gewagten Schnitt. Viele vertraute Elemente der Serie wurden über Bord geworfen. Handelsrouten, Computergegner und wirkliche Kämpfe gehören der Vergangenheit an. Das Wirtschaftssystem wurde komplett umgekrempelt und bietet überraschend frische und motivierende Möglichkeiten. Unsere Startregion ist komplett zugepflastert? Kein Problem, denn uns stehen insgesamt neun Inselwelten in drei Regionen zur Verfügung. Zufallskarten gehören der Vergangenheit an, wir besiedeln nun vorgefertigte, wunderschöne Gebiete. In der Kampagne, die inhaltlich zwar wenig Aufregendes zu erzählen weiß, jedoch stets dafür sorgt, dass Leerlauf im neuen „Anno“ nicht aufkeimen vermag, vollbringen wir den Aufbau einer florierenden Infrastruktur ohne Druck von außen, denn Computergegner stören unsere Ambitionen nicht. Bis auf eine Ausnahme ist das Spiel gewaltfrei absolvierbar.
Das Fazit

Mit „Anno 2205“ wagt Ubisoft eine mutige Neudefinition der Serie, die alte Fans verprellen mag. Durch gestiegene Einsteigerfreundlichkeit, grafische Pracht und eine gelungene Dramaturgie wird die Wirtschaftssimulationen aber viele neue Freunde finden.

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