Wechsel des Betriebssystems : Android-Alternativen: Mehr Rechte

Sie sind viele: Bringt es ein Androide nicht mehr, steht der nächste schon bereit.
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Sie sind viele: Bringt es ein Androide nicht mehr, steht der nächste schon bereit.

Ohne Betriebssystem-Updates werden Smartphone oder Tablet irgendwann unattraktiv und unsicher. Zeit für einen radikalen Schnitt

Ein Nachteil von Android ist die fehlende Möglichkeit, Apps Rechte zu entziehen. Entweder installiert man die jeweilige Anwendung und akzeptiert alle eingeforderten Rechte, oder man installiert die App eben gar nicht. Schluss mit dieser Einschränkung kann machen, wer ein alternatives Betriebssystem (Custom-ROM) auf seinem Android-Smartphone oder -Tablet installiert, berichtet das Fachmagazin „c’t“ (Ausgabe 15/15). En passant kann man mit dem Custom-ROM außerdem das etwaige Problem ausbleibender Android-Updates für das eigene Smartphone beheben. Und auch Google sowie unter normalem Android nicht deinstallierbare Apps ließen sich so bändigen.

Wer im Netz danach sucht, stößt auf eine Vielzahl kostenloser Custom-ROMs, die sich auf den unterschiedlichsten Geräten installieren lassen, darunter MIUI, Paranoid Android oder AOKP. Gerade auch für Einsteiger sei aber nur ein einziges alternatives Betriebssystem empfehlenswert, so die Experten. Dabei handele es sich um das äußerst stabile und kompatible CyanogenMod (CM), das es für eine ganze Reihe Androiden gibt. Wer wissen will, ob auch sein Modell darunter ist, sollte ganz genau hinschauen, weil die Typenbezeichnung exakt übereinstimmen muss.

Neulinge profitierten beim alltagstauglichen CM von einem belebten Forum, umfangreicher Dokumentation im eigenen Wiki und zahlreichen Anleitungen im Netz. Außerdem entspricht die Oberfläche dem gewohnten Google-Design, sie lässt sich aber auch umfangreich anpassen.

Auch wenn die Installation von CM mithilfe einer Installer-App auf dem mobilen Gerät und einem Installer-Programm für den PC, an dem das Handy per USB-Kabel hängt, inzwischen fast von allein geht: Mit dem Aufspielen geht man auch einige Risiken ein, warnen die Experten. Es erlischt etwa der Anspruch auf Garantie, auch wenn einige Smartphone-Hersteller da bereits Kulanz gezeigt haben. Deshalb lohnt sich der Wechsel insbesondere für ältere Geräte, für die es ohnehin keine Updates mehr gibt. CM sammelt anonyme Nutzerstatistiken, was sich den Angaben zufolge aber problemlos deaktivieren lässt.

CM-Nutzer können allen Apps den Zugriff auf Kontakte, Standort und Nachrichten untersagen, aber auch nachträglich entziehen oder auf Nachfrage gewähren. Das Custom-ROM bietet auch Anpassungsmöglichkeiten, die Android sonst sperrt, etwa bei der Belegung der Hardwaretasten oder beim Blinken der Benachrichtigungs-LED. Außerdem sind einige praktische Apps wie Dateimanager, Taschenlampe oder ein DSP-Manager für umfangreiche Klangeinstellungen für unterschiedliche Geräte wie Kopfhörer, Lautsprecher oder Bluetooth an Bord – ebenso wie der sogenannte Root-Zugriff, also die vollen Administratoren-Rechte für das Android-Gerät, der sich mit zwei Handgriffen an- und ausschalten lässt.

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