Kino aus dem Netz : Acht Tipps zum Videostreaming

Heimkino geht auch am Laptop.
Heimkino geht auch am Laptop.

Filme per Flatrate: Kinoabend dank Internetanschluss und netzwerkfähigem Gerät - große Unterschiede zwischen den Anbietern

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19. Juni 2015, 21:00 Uhr

Die DVD-Sammlung ist selbst für eingefleischte Film- und Serienfans inzwischen ein Relikt der Vergangenheit. Gute Klassiker und die neusten Blockbuster kommen heute aus dem Netz. Streamingdienste wie Amazon Prime, Watchever, Netflix, Sky Snap und Maxdome machen es möglich. Allerdings bietet nicht jeder Dienst den gleichen Service. Tipps, die Verbraucher bei der Wahl der richtigen Netz-Videothek beachten müssen:

Der richtige Preis

Für unbegrenzte Film- und Serienstreams müssen Kunden in der Regel etwa acht Euro pro Monat zahlen. Extras wie eine Offline-Option oder die Möglichkeit, ein Abo auf mehreren Geräten zu nutzen, kosten etwas mehr. Aber: Sky Snap gibt es nur in Kombination mit einem Sky-Abo, Prime nur mit einer Jahresmitgliedschaft. Manche Streamingdienste bieten außerdem Filme und Serien zum kostenpflichtigen Einzelabruf an.

Das beste Sortiment

Den einen Streaming-Anbieter mit allen Serien und Filmen gibt es nicht. Manche Filmklassiker und Serien-Hits sind zwar fast überall vorrätig, andere Inhalte dafür nur bei einem Anbieter. Einen Überblick, was wo zu sehen ist, gibt es unter www.werstreamt.es im Netz.

Nur im Original

Synchronisierte Filme und Serien sind in Deutschland selbstverständlich. Viele Fans schauen die Inhalte aber lieber im Original. Nicht jeder Streamingdienst erfüllt diesen Wunsch: „Netflix hat da zurzeit die Nase vorn, Amazon Prime zieht aber nach“, sagt Benjamin Hartlmaier. Bei den anderen Anbietern gebe es tendenziell weniger O-Ton-Fassungen.

illegale Streams

Warum bezahlen, wenn es viele Inhalte auch kostenlos im Netz gibt? Wer keine Lust auf rechtlichen Ärger hat, sollte von illegalen Streams lieber die Finger lassen, rät der Düsseldorfer Rechtsanwalt Michael Terhaag. „Wenn man sich anguckt, wie günstig die legalen Angebote inzwischen sind, stehen Kosten und Risiko da eigentlich in keinem Verhältnis mehr.“

richtiger anschluss

Spaß macht das Kino aus dem Netz nur mit der richtigen Bildqualität und ohne Unterbrechungen. Dafür braucht es einen anständigen Internetzugang. „16 Megabit pro Sekunde sollten es sein“, rät Benjamin Hartlmaier. Noch mehr Bandbreite benötigen vor allem Familien oder Wohngemeinschaften, in denen mehrere Nutzer gleichzeitig aufs Internet zugreifen.

Streaming je nach Gerät

Über den Browser lassen sich Streaming-Dienstleister auf jedem Computer ansteuern. Dazu kommen spezielle Apps für Tablet und Smartphone, Smart-TVs, Spielkonsolen sowie Mediaplayer. Fast jeder Anbieter ist inzwischen fast überall zu finden, und die Benutzerführung ist auf jedem Gerät ähnlich. Eine Ausnahme sind Anbieter wie Amazon Prime, die eigene Geräte bevorzugen - in diesem Fall die Kindle-Familie.

streaming unterwegs

Theoretisch kann man die Dienste auch im Zug oder anderswo nutzen. In der Praxis ist das aber selten eine gute Idee. „In einem offenen WLAN klappt das vielleicht mal“, so Hartlmaier. Im Mobilfunknetz funktioniert Videostreaming dagegen nur mit guter Netzabdeckung, LTE-Tarif und -Handy und einer dicken Flatrate. „Die üblichen 500 Megabyte haben sie sonst in einer halben Stunde gesprengt“, warnt der Redakteur. Wer unterwegs Filme und Serien anschauen will, sollte sich besser für einen Anbieter mit Offline-Modus entscheiden.

Gratis ausprobieren

Ein kostenloser Testmonat ist bei den Streamingdiensten Standard. So können potenzielle Kunden in Ruhe ausprobieren, ob Angebot und Apps zu ihnen passen. Angst vor Kostenfallen müssen sie dabei nicht haben: „Das ist tatsächlich ziemlich kundenfreundlich gestaltet“, sagt Verbraucherschützer Georg Tryba. Die Dienste lassen sich in der Regel monatlich und unkompliziert kündigen.

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