Software-Konzern : Abbau von 18 000 Stellen

dpa_1489e200dd70e8db

Microsoft möchte Unternehmenskurs ändern und entlässt Mitarbeiter.

svz.de von
18. Juli 2014, 00:00 Uhr

Die Neuaufstellung von Microsoft kostet bis zu 18 000 Mitarbeiter ihren Job. Es handelt sich um den größten personellen Einschnitt in der Geschichte des Software-Konzerns. Den Großteil der Last tragen die Beschäftigten des zugekauften finnischen Handyherstellers Nokia – hier muss etwa jeder zweite Mitarbeiter gehen.

Zuletzt beschäftigte Microsoft insgesamt etwa 127 000 Menschen. „Die Entscheidungen zum Umbruch sind schwierig, aber nötig“, schrieb Konzernchef Satya Nadella gestern in einer E-Mail an die Mitarbeiter.

Die deutschen Kollegen kommen dabei glimpflich davon: Hierzulande werde „eine zweistellige Zahl von Mitarbeitern von den Stellenkürzungen betroffen sein“, sagte ein Microsoft-Sprecher.

Der seit Jahresbeginn amtierende Nadella will Microsoft unabhängiger von einem geschrumpften PC-Markt und dem PC-Betriebssystem Windows machen. Dazu hat er die Devise „mobile-first, cloud-first“ ausgegeben. An diese neue Marschrichtung muss sich nun Nokia anpassen. Microsoft hatte den Handyhersteller noch unter Nadellas Vorgänger Steve Ballmer übernommen. Rund 25 000 Leute waren neu ins Unternehmen gekommen – 12 500 Stellen fallen nun bis Mitte nächsten Jahres weg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen