"Zoom-Bombing" : Polizei warnt vor Hackern in Videoschalten – So schützen Sie sich

Zoom ist eine beliebte Videokonferenz-Plattform.
Zoom ist eine beliebte Videokonferenz-Plattform.

Die Plattform für Videokonferenzen, Zoom, ist anfällig für Hackerangriffe. Die Polizei verrät, wie Sie sich schützen.

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15. Mai 2020, 19:46 Uhr

Köln | Kriminelle Hacker nutzen die während der Corona-Krise beliebt gewordenen Videokonferenzen aus, um vertrauliche Firmengeheimnisse auszuspionieren. So könnten zum Beispiel Geschäftsstrategien oder Zahlungswege ausgespäht werden, warnte die Polizei Köln am Freitag. Auch in private Videogespräche könnten Hacker eintauchen, um Nutzer anschließend mit Tonaufnahmen oder Bildern zu erpressen. „Bisher sind aber nur vereinzelt Anzeigen reingekommen", sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

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Tipps der Polizei gegen "Zoom-Bombing"

  • Gewähren Sie Zutritt nur für ausgewählte, angemeldete Konferenzteilnehmer
  • Legen Sie ein Passwort fest
  • Legen Sie für jede Besprechung eine eindeutige und neue Meeting-ID fest
  • Leiten Sie alle Teilnehmer vorerst in ein virtuelles Wartezimmer
  • Schalten Sie einen Signalton bei Beitritt oder Verlassen
  • Reglementieren Sie die Mitschnitte
  • Wenn alle Konferenzteilnehmer eingetroffen sind – Zutritt schließen
  • Wägen Sie ab, über welche Themen in welcher Ausführlichkeit gesprochen wird

Neues Phänomen

Nutzer sollten genau darauf achten, wer an der Videoschalte teilnimmt. Mit einem Passwort oder einem Signalton beim Eintritt oder beim Verlassen der Konferenz lasse sich das Risiko bereits mildern. Es sei auch sinnvoll abzuwägen, welche Themen über die Konferenz-Leitung besprochen werden und welche besser nicht. Die Polizei nennt das Phänomen "Zoom-Bombing" nach dem viel genutzten Video-Konferenz-Programm "Zoom".

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