Alexa und Google Home : Warnung vor Sprachassistenten: "Nicht einfach blind installieren"

Der Sprachassistent Alexa von Amazon.
Der Sprachassistent Alexa von Amazon.

Sobald der Alltagsassistent aktiviert wird, übertragen Nutzer Aufnahmen inklusive Hintergrundgeräuschen in ihre Cloud.

svz.de von
10. Januar 2019, 07:30 Uhr

München/Berlin | Beim Einsatz von Sprachassistenten wie Alexa und Google Home oder von Fernsehern mit Gestensteuerung mahnen Datenschützer zu mehr Umsicht. "Als Verbraucher sollte man die Technologie hinterfragen und nicht jedes Produkt blind im Wohnzimmer installieren", sagte Thomas Bendig, Forschungskoordinator am Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnologie in Berlin, der Deutschen Presse-Agentur.

Auch Hintergrundgeräusche werden gespeichert

Sobald diese Alltagsassistenten per Stichwort ("Alexa", "Hey Google") aktiviert werden, übertragen sie die Aufnahmen inklusive Hintergrundgeräuschen in ihre jeweilige Cloud – zentralisierte, oft weit entfernte Serverstrukturen mit riesigen Speicherkapazitäten. Was dort mit den Daten passiert, bekommen die Nutzer nicht mehr mit.

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Informationen sollen nicht in die Cloud geladen werden

"Niemand möchte, dass alle Dinge, die vor Ort passieren, eins zu eins irgendwo hin übertragen und dort gespeichert werden", sagte Bendig. Es sei unbedingt notwendig, dass solche Informationen beim Nutzer blieben. Mehrere Unternehmen und Forschungsprojekte arbeiten ihm zufolge daran, sensible Daten über das sogenannte Edge Computing vor Ort zu verarbeiten und zu speichern, so dass sie nicht in die Cloud geladen werden müssen. Auch die Industrie ist interessiert. Sie verspricht sich vom Edge Computing neben dem Datenschutz auch eine schnellere Datenverarbeitung.

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