Einstellung beim Datenschutz : Diese wichtige Änderung verspricht Facebook seinen Nutzern

Facebook-Nutzer sollen erstmals nachsehen können, wer Informationen über ihre Aktivitäten außerhalb von Facebook geteilt hat. Die Daten von den Partnern wird Facebook unterdessen weiterhin erhalten.
Facebook-Nutzer sollen erstmals nachsehen können, wer Informationen über ihre Aktivitäten außerhalb von Facebook geteilt hat. Die Daten von den Partnern wird Facebook unterdessen weiterhin erhalten.

Endlich gibt es für Nutzer mehr Kontrolle über die eigenen Daten. Facebook bekommt aber weiterhin Informationen.

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20. August 2019, 18:26 Uhr

Menlo Park | Vor mehr als einem Jahr hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg den Nutzern versprochen, sie könnten Daten "bereinigen", die das Netzwerk von anderen Websites und Apps erhält. Jetzt ist die Rede davon, die Informationen vom Nutzerprofil zu trennen, die Daten selbst bleiben.

Facebook gibt Nutzern mehr Kontrolle über Daten, die das Online-Netzwerk von anderen Websites und Apps bekommt. Sie sollen erstmals nachsehen können, wer Informationen über ihre Aktivitäten außerhalb von Facebook geteilt hat.

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Mit dem neuen Datenschutz-Werkzeug werden Nutzer auch die Verknüpfung der Informationen mit ihrem Profil auflösen können. Die Daten von den Partnern wird Facebook unterdessen weiterhin erhalten.

(Weiterlesen: Datenschutz in MV: Zahl der Beschwerden verdreifacht)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte ein Kontrollwerkzeug mit dem Namen "Clear History", mit dem man außerhalb des Online-Netzwerks gesammelte Daten "bereinigen" oder auch "wegspülen" können sollte, bereits im Frühjahr 2018 angekündigt.

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Die Entwicklung war nach Angaben des Unternehmens jedoch angesichts der komplexen Systeme sehr langwierig. Und das Online-Netzwerk spricht jetzt stattdessen von einem Tool zur Verwaltung von Aktivitäten außerhalb von Facebook.

Nutzerverhalten wird für genauere Werbung analysiert

Facebook bekommt von anderen Websites, die Tracking-Werkzeuge oder Logins des Online-Netzwerks einsetzen, einige Informationen über die Aktivitäten der Nutzer. Als Ziel wird ausgegeben, ihnen relevante Anzeigen auch auf Basis des Verhaltens außerhalb von Facebook herauszusuchen.

(Auch interessant: Facebook hört sich "vulgäre" Unterhaltungen seiner Nutzer an)

Wenn man zum Beispiel bei einem teilnehmenden Online-Händler ein Paar Schuhe in den Einkaufskorb lege, bekomme Facebook das mit, erläuterte die zuständige Produktmanagerin Stephanie Max. Das Online-Netzwerk ordne dann die Information einem Nutzerprofil zu. Der Händler bekomme im Gegenzug keine personalisierten Daten, betonte sie.

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Andere geteilte Interaktionen sind zum Beispiel das Öffnen von Apps oder der Aufruf einer Website. Die Werkzeuge dafür sind der sogenannte "Facebook Pixel" sowie auch der Login mit Facebook-Anmeldedaten.

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Die Nutzer können nun erreichen, dass die erhaltenen Informationen nicht mehr mit ihrem Facebook-Profil verknüpft werden. "Wir werden die Daten weiterhin erhalten und wir können sie für Mess-Zwecke verwenden", betonte Max. Zum Beispiel könnte Facebook damit feststellen, wie oft eine Werbeanzeige angeklickt wurde – auch wenn das Online-Netzwerk nicht wüsste, von wem. Auch frühere gesammelte Daten werden vom Profil entkoppelt, aber nicht gelöscht. Sie sollen aber nicht wieder dem Nutzer zugeordnet werden können.

(Auch interessant: Facebook macht trotz Rekordstrafe einen Milliarden-Gewinn)

Test in Irland, Spanien und Südkorea

Die neue Kontrolle über den Datenfluss zu Aktivitäten außerhalb des Online-Netzwerks wird zunächst nur in Irland, Spanien und Südkorea freigeschaltet. Mit der Auswahl solle unter anderem das Produkt in verschiedenen Sprachen getestet werden.

Facebook stimmte am Dienstag auf eine langsame Einführung in anderen Ländern ein, die Monate dauern könne – während das Online-Netzwerk sonst neue Funktionen zum Teil innerhalb weniger Tage weltweit an den Start bringt.

Verknüpfung mit Profil kann getrennt werden

Nutzer können auch punktuell die Datenverknüpfung mit ihrem Profil bei einzelnen Websites und Apps trennen, wie Max betonte. Das sei ursprünglich nicht geplant gewesen, aber auf Drängen von Nutzern eingeführt worden.

Anwender, die die Datenverknüpfung lösen, würden nicht weniger Werbung angezeigt bekommen, sagte sie. Für die Umsetzung des Kontrollwerkzeugs habe Facebook unter anderem seine Systeme zur Datenspeicherung ändern müssen.

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