Kampf gegen Falschnachrichten : Whatsapp schränkt ab sofort das Weiterleiten von Nachrichten ein

In Indien haben Falschnachrichten zu Lynchjustiz geführt. Daher reagieren die Macher jetzt.
In Indien haben Falschnachrichten zu Lynchjustiz geführt. Daher reagieren die Macher jetzt.

Whatsapp soll dem Austausch mit "engen Kontakten" dienen, nicht dem Verbreiten von Falschnachrichten.

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22. Januar 2019, 06:09 Uhr

San Francisco | Im Vorgehen gegen die Verbreitung von Falschnachrichten schränkt der Messengerdienst Whatsapp das Weiterleiten von Botschaften ein. Mit den neuesten Whatsapp-Versionen könne eine Nachricht fortan nur noch an fünf Empfänger weitergeleitet werden, teilte die Facebook-Tochter am Montag mit.

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Damit konzentriere sich Whatsapp auf den privaten Austausch von Botschaften mit "engen Kontakten". Bislang konnte eine Nachricht bis zu 20 Mal weitergeleitet werden.

Fake-News führen zu Todesopfern

Eine solche Beschränkung hatte Whatsapp bereits im Juli in Indien eingeführt. Die indische Regierung hatte Druck auf den Messengerdienst ausgeübt, nachdem Mobs mehr als 20 Menschen gelyncht hatten, denen Kindesentführung oder andere Verbrechen vorgeworfen wurden. Die Vorwürfe waren unter anderem über Whatsapp verbreitet worden.

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1,5 Milliarden Nutzer

Whatsapp wurde 2009 gegründet und 2014 von Facebook gekauft. Der Messengerdienst wird nach Konzernangaben weltweit von 1,5 Milliarden Menschen genutzt, die Tag für Tag 65 Milliarden Nachrichten verschicken.

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