Google Doodle : Physiker Joseph Plateau: Ohne ihn gäbe es kein Kino

Das Google Doodle am 14. Oktober ist dem belgischen Physiker Joseph Plateau und seiner Erfindung des Phenakistiskop gewidmet.
Das Google Doodle am 14. Oktober ist dem belgischen Physiker Joseph Plateau und seiner Erfindung des Phenakistiskop gewidmet.

Google feiert am 14. Oktober den Physiker Joseph Plateau. Mit seinem Phenakistiskop schuf er die Vorstufe des Kinos.

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13. Oktober 2019, 17:40 Uhr

Mountain View/Hamburg | Google feiert am 14. Oktober mit seinem Google Doodle den belgischen Physiker Joseph Antoine Ferdinand Plateau, dessen Erforschung der visuellen Wahrnehmung ihn dazu inspirierte, ein Gerät namens Phenakistiskop zu erfinden. So sieht ein Phenakistiskop aus:


So sieht das Google Doodle am 14. Oktober aus

Das Phenakistiskop von Plateau führte schließlich zur Geburt des Kinos. Das Phenakistiskop war das erste Gerät, das die Illusion eines bewegten Bildes erzeugte. Inspiriert von den faszinierenden animierten Discs hat Google eine animierte Doodle-Grafik erstellt, um den Stil von Plateau widerzuspiegeln. Das Besondere am heutigen Google Doodle: Google zeigt unterschiedliche Discs auf verschiedenen Plattformen an.

218. Geburtstag von Joseph Plateau

Plateau wurde am 14. Oktober 1801 in Brüssel geboren und war Sohn eines versierten Künstlers, der sich auf Blumenmalerei spezialisiert hatte. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften wurde der junge Plateau einer der bekanntesten belgischen Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts, der für seine Untersuchungen der physiologischen Optik, insbesondere der Wirkung von Licht und Farbe auf die menschliche Netzhaut, in Erinnerung blieb.

Ein Phenakistiskop. Foto: imago images/United Archives International
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Ein Phenakistiskop. Foto: imago images/United Archives International


In der Dissertation von Plateau wurde detailliert beschrieben, wie sich Bilder auf der Netzhaut bilden, und zwar unter Angabe der genauen Dauer, Farbe und Intensität. Aufgrund dieser Schlussfolgerungen gelang es ihm 1832, ein Stroboskop mit zwei gegenläufig rotierenden Scheiben zu bauen. Eine Scheibe war mit kleinen Fenstern gefüllt, die gleichmäßig in einem Kreis verteilt waren, während die andere eine Reihe von Bildern einer Tänzerin enthielt. Als sich beide Scheiben mit genau der richtigen Geschwindigkeit drehten, schienen sich die Bilder zu vereinigen und die Illusion eines Tänzers in Bewegung zu erzeugen.

Joseph Antoine Ferdinand Plateau. Foto: imago images/imagebroker
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Joseph Antoine Ferdinand Plateau. Foto: imago images/imagebroker


Erfinder Plateau erblindet

Zwischen 1843 und 1844 erblindet Plateau infolge seiner bereits 1829 durchgeführten optischen Experimente zu Nachbildern auf der Netzhaut, bei denen er längere Zeit direkt in die Sonne geblickt hatte. Seine Karriere endete damit jedoch nicht. Plateau arbeitete als Professor für experimentelle Physik an der Universität Gent mit Hilfe von Kollegen, zu denen auch sein Sohn Felix Plateau und sein Sohn gehörten. Plateau starb 1883 in Gent und wurde auf dem Friedhof von Mariakerke beigesetzt.

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