Sorgen um Datenschutz : Als Basis für "Alexa": Amazon kauft Anbieter von Wifi-Routern Eero

Amazon stärkt sein Smarthome-Geschäft rund um den Echo-Lautsprecher.
Amazon stärkt sein Smarthome-Geschäft rund um den Echo-Lautsprecher.

Der Anbieter Eero versucht nach der Übernahme-Ankündigung, Datenschutz-Sorgen zu zerstreuen.

svz.de von
12. Februar 2019, 08:22 Uhr

Seattle | Amazon stärkt sein Smarthome-Geschäft rund um die Echo-Lautsprecher mit dem Kauf eines Spezialisten für W-Lan-Netze. Die US-Firma Eero bietet sogenannte Mesh-Systeme an, bei denen mehrere Wifi-Router zusammengeschaltet werden, um größere Flächen ohne Geschwindigkeitsverlust abzudecken. Der Zukauf solle den Anschluss vernetzter Geräte im Haushalt erleichtern, erklärte Amazon am Montagabend. Ein Kaufpreis wurde zunächst nicht genannt.

Amazon hatte seine Echo-Lautsprecher mit der Assistenzsoftware Alexa an Bord bereits verstärkt zu einer Schaltzentrale für diverse Smarthome-Technik wie Lampen, Steckdosen oder Türschlösser ausgebaut. Ein Fokus war zuletzt, die Installation der Geräte stark zu vereinfachen. Dafür können die Lautsprecher als Anschluss- und Knotenpunkt agieren. Mit dem Betrieb des W-Lan-Netzes bekommt Amazon mehr Möglichkeiten, das vernetzte Zuhause zu optimieren.

Auch Sicherheitskamera-Anbieter gekauft

Der weltgrößte Online-Händler scheute schon vorher nicht, sein Smarthome-Geschäft mit Übernahmen auszubauen und kaufte bereits die Sicherheitskamera-Anbieter Ring und Blink. Ring verkauft auch Türklingeln mit Kameras. Amazon bietet zudem Hausgeräte-Herstellern ein Einbau-Modul an, mit dem diese Alexa-Sprachsteuerung in ihre Technik integrieren können.

Eero versuchte nach Ankündigung der Übernahme Sorgen zu zerstreuen, Amazon könnte damit zu viel über die Nutzer erfahren. Eero sammele keine Daten zum Verhalten der Nutzer im Internet und das werde sich nicht ändern, erklärte die Firma bei Twitter. Die Router hätten auch keine Mikrofone, wurde in einem weiteren Tweet betont.

Während Eero ein Pionier bei Technik für Mesh-W-Lan im Haushalt war, bieten sie inzwischen diverse Firmen an – unter anderem Google und Netzwerk-Spezialisten wie Netgear oder Linksys. Apple hatte seine Produktlinie der Wifi-Router unter der Marke "Airport" hingegen eingestellt, statt auf den Mesh-Trend aufzuspringen.

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