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Passwort-Klau : 18 Millionen E-Mail-Adressen gestohlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staatsanwaltschaft stößt auf bislang größten Datenraub: drei Millionen Betroffene

Unbekannte haben 18 Millionen E-Mail-Adressen inklusive Passwörter gestohlen. Es werde vermutet, dass die Datensätze derzeit aktiv missbraucht würden, sagte Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, gestern. Kriminelle hätten mit den Daten nicht nur Zugang zu den privaten E-Mails, sondern könnten sich auch in Netzwerke einwählen und im Internet einkaufen, wenn der Nutzer dort die gleiche Passwort-Kombination nutzt. Die Staatsanwaltschaft gab nach Angaben Gaebels den Datensatz an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur „Einleitung von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr“ weiter.

Wie „Spiegel Online“ berichtete, dürften mindestens drei Millionen Menschen in Deutschland und Kunden aller großen Provider betroffen sein. Demnach könnten viele Mails wegen internationaler Endungen wie .com noch nicht eindeutig zugeordnet werden.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei den aktuell entdeckten Daten um „frische Mail-Konten“ handelt, die noch aktiv genutzt werden und nicht in weiten Teilen mit dem im vergangenen Jahr entdeckten Bestand identisch sind. Das könnte dem Fund noch einmal besondere Brisanz verleihen. Derzeit sollen bereits Teile davon für kriminelle Aktivitäten missbraucht werden, etwa zum Versenden von Spam-Mails. Im Netz gibt es einen regen Schwarzmarkthandel mit solchen Zugangsdaten.

Beim BSI hieß es, man arbeite derzeit mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung, wie und auf welchem Wege betroffene Internetnutzer informiert werden können. Nach Informationen, von „heise security“ hat die Behörde erneut den Auftrag erhalten, die Betroffenen zu informieren. Demnach wolle das BSI aber erst „Anfang nächster Woche“ eine Mitteilung veröffentlichen.

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