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Ratgeber

19. August 2017 | 11:33 Uhr

Die neue "Chronik" von Facebook

vom

Facebook hat seine "Chronik" gestartet und stellt damit die Inhalte und Aktivitäten seiner Nutzer entlang eines Zeitstrahls dar. Die Neuerung wurde heftig diskutiert, vor allem mit Blick auf den Datenschutz. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick:

Was ist die neue "Chronik" bei Facebook?

Seit Mark Zuckerberg im Jahr 2004 die Seite Facebook ins Leben rief, tauschen sich dort Menschen untereinander aus. Inzwischen teilen auf dem Portal mehr als 800 Millionen Nutzer per Statusmeldungen ihre Erlebnisse mit und zeigen Freunden und Bekannten ihre Fotos. Während bisher lediglich auf der persönlichen Startseite die neuen Einträge der eigenen Freunde einsehbar waren, können Nutzer ihre Freunde nun in der "Chronik" auch in den Erlebnissen stöbern lassen, die Jahre zurückliegen. Die "Chronik" gleicht damit interaktiven Lebensläufen.

Was stellt sie dar?

Die "Chronik" umfasst vor allem die sogenannten Statusmeldungen und Fotos, aber auch die Bestätigungen von Freundschaften oder auch Angaben aus bei Facebook hinterlegten persönlichen Informationen, wie die Zeit des Studiums oder das Antreten neuer Arbeitsstellen. Private Nachrichten, die ähnlich wie E-Mails über Facebook ausgetauscht wurden, werden in der "Chronik" nicht erfasst.

Werden künftig alle Profile aufbereitet?

Mindestens zum Start lässt Facebook seinen Nutzern die Wahl: Wer eine persönliche "Chronik" anlegen möchte, der muss sich dafür bewusst entscheiden. Wer die Funktion nicht selbst aktiviert, der bleibt außen vor. Ob die "Chronik" aber langfristig ein fester Bestandteil aller Facebook-Profile wird, blieb zunächst offen. Außerdem ersetzt die "Chronik" die klassische Darstellung nicht.

Wie vollständig ist eine Facebook-"Chronik"?

Über den Inhalt entscheidet sowohl ein Algorithmus von Facebook als auch der Nutzer selbst. Zunächst bietet Facebook allen Nutzern, die sich für eine "Chronik" entscheiden, die Möglichkeit, Inhalte für die Darstellung am Zeitstrahl freizuschalten oder auch zu sperren. Nutzer können dafür für jedes Foto, jede Statusmeldung und jede Freundschaftsbestätigung individuell festlegen, ob diese Teil der persönlichen "Chronik" werden sollen oder lieber nicht. Aus diesem Pool an für die "Chronik" freigegebenen Informationen bestückt Facebook dann wiederum automatisiert die "Chronik".

Je nach Ansicht und Detailfülle sind mal mehr und mal weniger Informationen zu sehen. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, einzelne Elemente per Mausklick gezielt in ihrer "Chronik" hervorzuheben - beispielsweise ein Hochzeitsfoto oder die Statusmeldung über den eigenen Nachwuchs.

Wie schnell wird Online-Zeitliste verfügbar sein?

Wie alle großen Online-Portale so "rollt" auch Facebook Neuerungen stets in kurzen Etappen aus. Viele Nutzer in Deutschland haben indes seit Donnerstag bereits die Möglichkeit, auf Facebook die Gruppe "Einführung der Chronik" zu suchen und auf dieser Seite bewusst auf die Schaltfläche "Hole Dir die Chronik" zu klicken. Andere Nutzer werden sich noch ein paar Tage gedulden müssen.

Wie erfährt das "Archiv" von Informationen, die Jahre zurückliegen?

Geht es nach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, dann erzählt die neue "Chronik" die "ganze Geschichte eines Lebens auf einer Seite". Der Zeitstrahl der "Chronik" beginnt daher nicht an dem Tag, an dem ein Nutzer sein Profil bei Facebook angelegt hat - sondern zu dessen Geburt. Den Tag erfährt Facebook über das im Profil hinterlegte Geburtsdatum. Weitere Inhalte wie Kindheitsfotos können die Nutzer wiederum nachträglich hochladen - soweit sie das überhaupt möchten.

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erstellt am 16.Dez.2011 | 09:47 Uhr

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