zur Navigation springen
Ratgeber

15. Dezember 2017 | 07:07 Uhr

Die Aromen des Sommers einfangen

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2010 | 05:20 Uhr

Saftige Tomaten, knackige Gurken, feine Bohnen - jetzt ist die beste Zeit, um erntefrisches Gemüse in allen Variationen zu genießen. "Unser heimisches Gemüse wird dabei zum echten Aromawunder", sagt Ira König, Autorin des Buchs "Sommergemüse". In Deutschland sind momentan zum Beispiel neben Tomaten, Gurken und Möhren auch Bohnen, Fenchel und diverse Salate frisch im Angebot. Aus Italien, Frankreich oder Griechenland kommen reife Zucchini, Auberginen und Paprika. "Aus allen diesen herrlichen Gemüsesorten lassen sich tolle Gerichte machen, die die Aromen des Sommers einfangen", sagt König.

Beim Dämpfen bleiben die meisten Vitamine erhalten

Die Zubereitungsmöglichkeiten für Gemüse sind vielfältig. Man könne es zum Beispiel kochen, dünsten, dämpfen, braten oder grillen. Zum Kochen verwendet man Brühe oder Wasser, genau wie beim Dünsten. Bei der zweiten Variante wird weniger Flüssigkeit benutzt als beim Kochen und dazu etwas Fett. Darin wird das Gemüse kurz angebraten, danach wird es mit etwas Flüssigkeit abgelöscht und weiter gegart. In der Regel dauert das weniger lang als beim Kochen, was das Dünsten zur schonenderen Zubereitungsweise mache. Beim Dämpfen wird das Gemüse in einen Dampfeinsatz gegeben und durch den aufsteigenden Wasserdampf gegart. Auf diese Weise behält es am meisten Vitamine. Für alle Zubereitungsarten gilt: Je kürzer man das Gemüse gart, desto mehr Vitamine blieben erhalten und desto knackiger schmeckt es auch.

Zum Braten und auch zum Grillen eignen sich wasserreiche Gemüsesorten wie Auberginen, Paprika, Zwiebeln oder Zucchini. Sie sollten nach dem Waschen gut abgetrocknet werden. So vermeidet man Spritzer. Kurz vor dem Grillen sollte das Gemüse mit etwas Öl eingepinselt und gewürzt werden. Legt man Grillgemüse auf eine Aluschale, kann nichts durch den Rost rutschen. Um dem Gemüse die nötige Würze zu verleihen, sind Kräuter ideal. Gemüse nimmt ihr Aroma gut an und alles schmeckt sehr intensiv. Wie bei Wein und Käse passen hier Produkte aus derselben Region gut zusammen. Mediterrane Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Oregano schmeckten deshalb gut zu Auberginen, Tomaten und Zucchini. Zu heimischem Gemüse wie Kohlrabi oder Möhren passt zum Beispiel Petersilie gut, mit Gurken harmoniert Dill.

Natürlich kann man ganz nach eigenem Gusto neue Würzkombinationen testen. "Probieren Sie auch mal asiatische Kräuter wie Thaibasilikum, Minze oder Koriander aus", rät die Autorin.

Leckere Rezeptideen mit Sommergemüse sind zum Beispiel pikante Gemüse-Muffins mit Buttermilch und Bergkäse, feine Antipasti-Spieße vom Grill mit Estragon-Aioli oder Möhren-Kerbel-Nudeln. "Ich bin ein großer Fan von Staudensellerie, besonders raffiniert finde ich das Rezept für Ofensellerie mit Semmelbröselkruste", sagt König. Das Gericht schmecke zu kräftigem Fleisch wie Lammkoteletts oder auch zu Lachssteaks. Ein feines Intro für Gäste seien die Dreierlei Sommer-Bruschettas: einmal mit Räucherlachs, Rucola und Wasabi, einmal mit Erdbeeren und Basilikum und einmal mit Chili, Rosmarin, Olivenöl und gerösteten Pinienkernen.

"Sehr gern esse ich auch den Möhrensalat vom Blech", sagt die Rezeptentwicklerin. Dafür schneidet man die Möhren in schräge, dünne Scheiben, vermengt sie mit Thymian, Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Zucker und gart sie im Ofen. Anschließend mischt man noch Rucola, Sonnenblumenkerne und Fetawürfel unter. Dann muss der Salat nur noch mit Essig und Öl angemacht und nach Belieben etwas gewürzt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen