Was tun bei Wespen? : Cool bleiben und die Fliege machen

Wespen greifen nur an, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen.
Wespen greifen nur an, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen.

Vielen sind Wespen nicht geheuer. Wir geben Tipps im Umgang mit den Insekten:

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17. Juni 2015, 12:00 Uhr

Kaum ein Mensch bleibt gelassen in der Nähe von Wespen.  Dabei greifen die Tiere aus eigenem Antrieb heraus nicht an, sondern nur, wenn der Mensch ihnen zu nahe kommt. Ein paar Tipps zum Umgang mit den sommerlichen Plagegeistern:

Woran erkenne ich eine Wespe?

An der Wespentaille. Es gibt eine Art Einschnitt zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib. Und natürlich trägt sie das typische schwarz-gelbe Körperkleid. Die Hornisse ist eine Wespenart, die zusätzlich zum Streifenmuster in Gelb und Schwarz rötlich-braune Streifen hat. Sie ist größer als andere Wespen.  Hornissen stehen unter Naturschutz - genauso wie Bienen. Diese haben zusätzlich zum Streifenkleid einen eher bräunlichen Hinterleib, sind rundlicher und stärker behaart. Bei einem Stich verlieren sie ihren Stachel, Wespen nicht.

Wie reagiere ich auf eine Wespe in meiner Nähe?

Es ist leichter gesagt, als getan - aber wichtig ist ruhigzubleiben. Wespen greifen nur an, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen, betont der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Bedrohungen sind für die winzigen Tiere heftige Bewegungen. Aber sie reagieren auch darauf, wenn man sie anpustet: Der Atem enthält Kohlendioxid, ein Alarmauslöser für die Tiere.

Wie halte ich Wespen von mir fern?

Die Tricks klingen simpel, aber sie helfen: Wer sich draußen auf Terrasse oder Balkon aufhält, sollte Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke mit einer Abdeckhaube schützen und Honig- und Marmeladengläser verschlossen halten. Es gibt aber auch eine Möglichkeit, die Tiere auszutricksen: Experimente haben gezeigt, dass zur Ablenkung aufgestelltes überreifes Obst in einer Entfernung von fünf bis zehn Metern die Tiere von dem gedeckten Tisch ablenkt. Wespen stehen übrigens auch auf bunte Kleidung, Parfüms und Cremes.

Was hält Wespen vom Haus fern?

Das Einfachste ist, sie mit einem Insektenschutzgitter nicht hineinzulassen. Preiswert und einfach anzubringen sind Netze aus Kunststoff, die man selbst auf die Größe der Fenster und Türen zuschneidet. Selbstklebende Bänder halten sie am Rahmen. Doch diese Variante hat eine geringe Haltbarkeit, und die Fenster lassen sich damit schwieriger reinigen. Besser in der Handhabung, aber etwas teurer sind Spannrahmen mit Fiberglasgewebe und mitgelieferter Halterung. Für Balkon- oder Terrassentüren gibt es etwa Drehrahmen, die sich wie die Tür selbst öffnen und schließen lassen. Für Fenster eignen sich Insektenschutz-Rollos, die flexibel heruntergelassen werden. Die Netze und Gitter am Fenster können aber den Raum verdunkeln, Alternativen sind Systeme mit Transparentgewebe. Sogenannte Funktionsgewebe halten auch Pollen ab. Wer eine Katze oder einen Hund hat, sollte auf Modelle zurückgreifen, die stärkere Beanspruchungen aushalten.

Was tue ich bei einem Wespennest am Haus?

Am besten kommt der Schädlingsbekämpfer. Ist das Nest an einer problematischen Stelle, muss er die Tiere nicht töten, er kann sie oft auch umsiedeln. Handelt es sich um Hornissen, muss die Gemeinde der Maßnahme zustimmen. Sie stehen unter Naturschutz. Allerdings löst sich das Problem nach einer Zeit auch von alleine: Die Tiere sterben je nach Art ab August und bis spätestens Anfang November ab. Nur die Jungköniginnen überwintern und gründen im Frühjahr neue Kolonien. Für die Zeit des Zusammenlebens den Sommer über gilt: Die Tiere in Ruhe lassen und nicht bedrohen. Bleibt man zwei bis drei Meter vom Nest entfernt, wird die Flugbahn der Tiere nicht gestört.
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