Büfetts unter freiem Himmel

<strong>Wer zum ersten Mal </strong>zum Sommerfest mit Büfett einlädt, sollte die Zahl der Gäste auf etwa 15 beschränken.<foto>Caro</foto>
Wer zum ersten Mal zum Sommerfest mit Büfett einlädt, sollte die Zahl der Gäste auf etwa 15 beschränken.Caro

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02. Juli 2010, 08:01 Uhr

Sommerzeit ist Draußen-Zeit: Wenn es richtig schön warm ist, kann man wunderbar bis spät in den Abend im Freien sitzen und auf Balkon oder Terrasse, am See oder im Park die lauen Nächte genießen. "Solche sommerlichen Abende eignen sich besonders gut für Feste im Freien", sagt Christa Schmedes, Co-Autorin des Kochbuchs "Büfetts" (GU). Und wer sich für eine Bewirtung mit Büfett entscheide, habe auch als Gastgeber gute Chancen auf einen stressfreien Abend.

"Ein weiterer Vorteil des Büfetts ist, dass es nicht so steif zugeht", sagt Schmedes. Das sei vor allem dann gut, wenn einige Kinder unter den Gästen sind. Als Veranstaltungsort für das stimmungsvolle Sommerfest sei der eigene Garten ideal, man könne aber auch an ein lauschiges Seeufer oder in einen öffentlichen Park ausweichen. "Auch wenn man zuhause feiert, sind gute Planung, Organisation und clevere Vorbereitung das A und O", betont Schmedes. Als Erstes solle man sich überlegen, welche Art von Event man plane: einen kurzen Stehempfang mit Häppchen oder doch ein abendfüllendes Gelage. Wer sich für die zweite Variante entscheide und noch nie ein Büfett vorbereitet habe, sollte fürs Erste nicht mehr als 15 Gäste einladen.


Klassische Gerichte für Familienfeste


"Zunächst muss man sicherstellen, dass für alle Sitzplätze, Stühle, Teller, Gläser und Besteck vorhanden sind", sagt die Autorin. Der Umwelt und Ästhetik zuliebe sollte man besser auf Einweggeschirr verzichten. "Geschirr, Gläser und Besteck kann man auch günstig mieten oder Freunde bitten, etwas mitzubringen", sagt Schmedes. Zudem benötige man Tische zum Abstellen der Speisen. Als Deko sind zum Beispiel Lampions, Fackeln und Kerzen stimmungsvoll.

"Bei einem kalt-warmen Büfett kalkuliert man pro Gast eine kleine bis mittlere Portion Suppe, 100 Gramm Salate, 80 Gramm Terrine oder Pastete, 150 bis 250 Gramm Fleisch, dazu 250 Gramm Gemüsebeilage, 50 Gramm - Rohgewicht - Reis oder Nudeln beziehungsweise 200 Gramm gekochte Nudeln oder die gleiche Menge Kartoffeln", sagt Schmedes. Dazu kämen je 100 Gramm cremiges und fruchtiges Dessert, 50 Gramm Käse (nach Belieben) und 75 Gramm Brot. Bei der Speisenauswahl könne man je nach Anlass entweder auf klassisch-festliche Köstlichkeiten setzen oder den Abend unter ein Motto (z. B. "1001 Nacht") stellen.


Bei Familienfesten seien klassische Gerichte eine gute Wahl, da sie sowohl Großeltern als auch Enkeln munden. "Sie könnten zum Beispiel einen Kalbsbraten servieren - er lässt sich gut warm halten, schmeckt aber auch kalt", sagt Schmedes. Als Beilage harmonierten Basilikumnudeln, Spargel mit Kresse sowie Zuckerschoten-Möhren-Gemüse. Zum Warmhalten gebe es spezielle Behältnisse. "Vorweg passen Schinken-Mango- und Garnelen-Tramezzini, Räucherfisch-Terrine, Apfel-Sellerie-Salat, Wildkräutersalat mit Speck und eine Kerbel-Cremesuppe", sagt die Autorin. Als krönenden Abschluss könne man einen fruchtigen Beeren-Gugelhupf servieren.

Eine weitere Variante ist das mediterrane Büfett: "Als Vorspeise können Sie hier zum Beispiel Tintenfisch-Carpaccio, gefüllte Kirschtomaten, Auberginen mit Thymianhonig, Empanadillas mit Thunfisch und eine kühle Wassermelonen-Tomaten-Gazpacho servieren", sagt die Autorin. Als Hauptgang eigne sich beispielsweise eine würzige Paella mit Muscheln und Scampi, dazu passten gegrillter Zucchinisalat, Orangensalat mit Oliven sowie Rucolasalat mit Parmesanchips. Als Dessert rundeten Aprikosen-Ricotta-Creme und Manchego mit Kirsch-Chutney das opulente Mahl ab. "Die Creme wird bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahrt. Der Käse als zweites Dessert bietet dazu einen schönen Kontrast."

Waldmeisterbowle als Begrüßungsdrink

Eine dritte Idee ist ein sommerliches Büfett mit Gegrilltem. "Das passt besonders gut für den Einsatz am See oder auf einer idyllischen Waldlichtung, da man alles gut mitnehmen kann", sagt Christa Schmedes. Als Beilagen könne man zum Beispiel Ofentomaten im Glas, sommerlichen Gemüsesalat, Tortellinisalat und Kartoffel-Artischocken-Salat zubereiten. "Auf den Grill könnte man Doraden und Scampi, marinierte Lammkoteletts, Schweinesteaks mit Rosmarin und eine Mischung aus feinem Gemüse legen", sagt Schmedes. Für Kinder sollten ein paar Würstchen dabei sein. Schmackhafte Extras wie Melonenrelish, Tomate-Honig-Dip und Joghurt-Minz-Dip geben dem Grillgut eine besondere Note. Als Nachspeise gibt es Zitronenmousse mit Fruchtsoße sowie Johannisbeerkuchen mit Baiser.

Bei den Getränken rechnet man pro Person ein bis zwei Gläser Sekt, eine Flasche Wein oder einen Liter Bier, eine Flasche Wasser, einen halben Liter Saft sowie Digestifs nach Belieben. Geeignet sind Prosecco, Riesling, leichte Rotweine und Bier, gerne auch Helles oder Weißbier mit Zitronenlimo. "Schön ist, wenn es einen Begrüßungsdrink gibt - etwa eine erfrischende Waldmeisterbowle", sagt Schmedes.

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