Gehaltsverhandlungen : Bloß nicht zu passiv sein

Wer im Job mehr Geld will, muss das auch verlangen – vor allem als Frau.

svz.de von
24. März 2014, 16:27 Uhr

Manche Frau ärgert sich, wenn sie das Gehalt männlicher Kollegen erfährt. Trotz gleicher Position verdient sie oft weniger. Frauen sollten mehr Mut haben, wenn es ums Geld geht, rät Gehaltstrainerin Claudia Kimich. „Männer sehen Gehaltsverhandlungen als sportliche Herausforderung. Frauen sehen darin eher eine Qual“, sagt sie. Die Folge: Sie verkaufen sich am Verhandlungstisch häufig unter Wert.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag der Stundenlohn von Frauen 2013 im Schnitt 22 Prozent unter dem von Männern. Bei der Gehaltsverhandlung sollten Frauen daher folgendes beachten:

Aktiv werden

Wenn sich die Chance auf eine Jobveränderung inklusive einer Gehaltserhöhung bietet, heißt es zugreifen, rät Kimich.

Üben, üben, üben

Oftmals treten Frauen gar nicht erst mit Forderungen nach mehr Gehalt an ihren Chef heran. Der Grund: Hemmungen. Um diese zu überwinden, sollten Frauen das Verhandeln üben – in lockerer Atmosphäre mit Freunden.

Auf die Stimme achten

Beim Verhandeln kommt es auf die Stimme an. „Wenn Männer laut werden, sind sie charismatisch. Wenn Frauen laut werden, gelten sie als zickig“, sagt Kimich. „Hilfreich ist, etwas langsamer zu sprechen, mehr Luft zu holen und am Ende des Satzes auch mit der Stimme einen Punkt zu machen.“

Sich selbst austricksen

Es kann lohnen, sich auch auf Stellen zu bewerben, die in einem Punkt nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen – beispielsweise in einer anderen Stadt. „Und dann sollte man 50 Prozent mehr fordern und schauen, was passiert“, rät Kimich. Wenn es vermeintlich um nichts geht, wird das Bewerbungsgespräch lockerer – und ist laut der Expertin erstaunlich oft erfolgreich.

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