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Social-Media-Etikette : Wann man dem Chef eine Freundschaftanfrage schicken darf

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Eine Freundschaftsanfrage an den Chef in sozialen Netzwerken ist schnell verschickt. Doch überschreitet dies eine Grenze oder gilt dies als bedenkenlos?

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2017 | 04:16 Uhr

Wie steht es eigentlich um Facebook, Twitter und Co. im Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Soll ich meiner Chefin eine Freundschaftsanfrage schicken? Oder ihr auf Twitter folgen? 

Die Antwort auf solche Fragen hängt auch von der Branche ab, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. «Da gibt es schon Unterschiede, je nachdem ob es da noch viel Hierarchiedenken gibt oder ob das weitestgehend aufgelöst ist.» Im zweiten Fall ist eine Freundschaftsanfrage im Netz in aller Regel kein Problem. Bei einem konservativen Arbeitgeber kann das aber als unpassend gelten - ähnlich wie wenn der Mitarbeiter dem Chef das «Du» anbietet.

Gerade neue Mitarbeiter brauchen dann etwas Fingerspitzengefühl beim Vernetzen im neuen Betrieb. Denn auch die Plattform spielt dabei eine Rolle: Für Instagram gelten andere Regeln als für Xing oder Linkedin. «Bei den reinen Business-Netzwerken ist das meistens selbstverständlich», sagt Hofert. «Wird es privater, sollte man genauer hinschauen.» Oft sei gut zu erkennen, welche Netzwerke Chefs oder Kollegen eher privat nutzen - beispielsweise an der Art der Posts und der Zahl der Follower oder Freunde.

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