Jobfuturomat kritisch begegnen : Jobwahl nicht von Ängsten um Automatisierung abhängig machen

Ein Praktikum kann Interessierten einen guten Einblick in den Wunsch-Job ermöglichen. /dpa
Ein Praktikum kann Interessierten einen guten Einblick in den Wunsch-Job ermöglichen. /dpa

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche macht auch vor der Arbeitswelt keinen Halt. Ein Internetportal zeigt nun auf, welche Berufe im Zuge der Automatisierung wegfallen könnten. Dabei ist jedoch Vorsicht angesagt.

svz.de von
09. August 2019, 11:14 Uhr

Der sogenannte Jobfuturomat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sagt voraus, welche Berufe in Zukunft wahrscheinlich von Computern oder Robotern erledigt werden.

Als Berufsberatungsinstrument eignet sich die Software aber nicht, findet Andrea Hammermann, Expertin für Arbeitsbedingungen und Personalpolitik beim Institut der deutschen Wirtschaft.

In einem Interview mit dem Informationsdienst des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (iwd) erklärt sie, dass die Vorhersagen eher Ängste schüren würden und Trends suggerieren, die ihr Institut so nicht sieht. Wichtiger sei es bei der Berufsorientierung nach eigenen Interessen und Vorlieben zu entscheiden. Arbeit solle Spaß machen, so die Expertin.

Als Berufseinsteiger informiert man sich ihrer Empfehlung nach besser genau über den Wunsch-Job. Wenn möglich sollte man ein Praktikum machen und so real erleben, was den Beruf wirklich ausmacht.

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