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Ratgeber Studium : Die Abschlussarbeit richtig angehen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Entscheidend ist, dass die Themen individuell ausgewählt werden und der Zeitplan realistisch ist.

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Wer sein Studium erfolgreich abschließen will, steht am Ende vor einer großen Herausforderung: der Abschlussarbeit. Kaum jemandem fällt dieser Schritt leicht. Die Arbeit verlangt nicht nur Fachwissen, sondern auch eine gute Organisation. Viele Absolventen wissen aber nicht, wie und wo sie beginnen sollen.

Themenwahl:

Am Ende des Studiums blicken Absolventen auf unzählige Seminare und Vorlesungen zurück. Trotzdem fällt die Wahl des Themas für die Abschlussarbeit häufig schwer. „Das Wichtigste ist, die eigenen Interessen zu berücksichtigen“, sagt Schreibcoach und Kommunikationstrainer Peter Holz aus Bremen. Dass der Prof. ein bestimmtes Thema gerade zu vergeben hat, sollte nie der alleinige Grund für die Themenauswahl sein. Doch was dann?

Eine Möglichkeit ist, sich an bisherigen Studienschwerpunkten zu orientieren. Eine Alternative kann ein Thema sein, das für den späteren Job hilfreich ist.

Eingrenzung:

Als nächstes geht es an die Eingrenzung. „Eine gelungene Arbeit ist durch eine eindeutige Forschungsfrage und eine klare Antwort charakterisiert“, sagt Holz. Doch wie die finden? Steht das Thema, lesen Studenten sich in den aktuellen Forschungsstand ein. Die für sie interessanten Aspekte und die sich aus ihnen ergebenden Fragen besprechen sie mit ihrem Betreuer, mit Kommilitonen, Freunden.

Zeitplanung:

Nach der Ausarbeitung der Fragestellung kommt die Planung. Ohne vernünftiges Zeitmanagement legen Absolventen besser nicht los. Sonst ist die Gefahr groß, zu lange zu recherchieren und anschließend zu wenig Zeit für das Schreiben zu haben. Studenten planen deshalb die Monate bis zur Abgabe am besten genau durch. Wichtig: Der Zeitplan sollte zwei Wochen vor dem Abgabetermin enden.„Man sollte immer mit Verzögerungen rechnen.“

Recherche:

Nach der Planung kommt die Recherche. Mancher setzt sich nun tagelang in die Bibliothek und liest eifrig Kapitel für Kapitel. Doch nur passiv Wissen aufzunehmen, reicht nicht. Stift und Papier sollten schon jetzt bereitliegen, um wichtige Stellen gleich zu notieren, erklärt Cornelia Rémi vom Institut für Deutsche Philologie an der Ludwig-Maximilians Uni in München. Sie berät Studenten beim Thema wissenschaftliches Schreiben.

Schreibblockade:

So früh wie möglich fangen Studierende dann damit an, Text zu produzieren. Kommen Studenten partout an einer Stelle nicht weiter, hilft es, erst einmal etwas anderes zu machen. Beispiel: Der Übergang vom ersten zum zweiten Kapitel der Arbeit will nicht gelingen. Statt sich nun daran festzubeißen, kann es besser sein, erst einmal im Einleitungsteil die Methodik zu erklären.

Aufschieben:

Viele Studenten schieben ihre Arbeit auf, wenn es an einer Stelle schwierig wird. Ein Stück weit ist das typisch, sagt Judith Wellbrock von der Studien- und Psychologischen Beratung der Freien Universität in Berlin. Sie rät deshalb, von Anfang an bei der Planung großzügig zu sein.

Arbeitsgruppen bilden:

Wellbrock empfielt, sich mit anderen zusammen zu schließen. „Dadurch bekommt man Feedback und kann sich vor anderen verbindlich Ziele stecken.“

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