Zehn JOBS für Mädchen und Jungen mit besten Zukunftschancen

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09. September 2013, 04:23 Uhr

ERZIEHERIN

Der Mangel an Erzieherinnen bundesweit ist schon jetzt dramatisch. Anfang 2013 waren über 60 000 Stellen nicht besetzt. Verschärft hat sich die Situation noch durch den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz seit dem 1. August. Die Ausbildung an speziellen Fachschulen dauert zwischen zwei und vier Jahren. Es gibt inzwischen auch in Deutschland Studiengänge im Bereich Früh- und Elementarpädagogik. Der Verdienst ist tariflich festgelegt. Nach einem erfolgreichen Abschluss liegt er zwischen 1 900 und 3 000 Euro.

HOTELFACHFRAU

Über 45000 offene Stellen wurden zum Jahresanfang gezählt. Aber auch in Zukunft werden Köche, Hotel- und Restaurantfachleute gefragt sein. Der allgemeine Rückgang der Azubis trägt dazu bei. Auch bei der Nachfrage nach Lehrstellen rangiert der Beruf der Hotelfachfrau unter ferner liefen. Dabei ist gerade dieser Dienstleistungsberuf einer mit garantierter Zukunft. Die Ausbildung zur Hotelfachfrau dauert drei Jahre. Im ersten Jahr wird monatlich zwischen 500 und 630 Euro verdient. Nach der Ausbildung bekommen Hotelfachfrauen im Durchschnitt 1600 Euro brutto. Der Aufstieg in einer Hotel-Hierarchie verspricht später ein gutes, sicheres Einkommen.

APOTHEKERIN

Hier gab es zu Beginn des Jahres 3 300 offene Stellen. Gerade in ländlichen Regionen finden Apotheker kurz vor dem Rentenalter nur schwer eine Übergangsvertretung oder einen Nachfolger. Viele locken mit übertariflichen Löhnen und flexiblen Arbeitszeiten. Der Beruf setzt ein Pharmazie-Studium voraus. Der Frauenanteil in den Studienjahren ist erfreulich hoch, fast Dreiviertel der Studierenden sind weiblich. Ein Berufsanfänger verdient knapp 2 900 Euro, Berufserfahrene später 3 500 Euro und mehr.

OPTIKERIN

Nicht nur die Brillenbranche boomt, auch Augenspezialisten sind derzeit gesuchte Fachkräfte. Die Nachfrage ist fast viermal so hoch wie das Angebot an ausgebildeten Optikern. Mehr als 12 000 Fachgeschäfte mit 50 000 Mitarbeitern bieten bundesweit ihren Service an. Viele Unternehmen würden gern expandieren. Doch es fehlen ihnen die Fachkräfte. Der Beruf erfordert eine Ausbildung von drei Jahren und wird dual vermittelt, das heißt im Handwerksbetrieb und an der Berufsschule. Ein Azubi verdient zwischen 420 und 590 Euro im Monat. Später bekommen Optiker laut Tarifvertrag als Anfangsgehalt 1 700 bis 1 800 Euro brutto.

ALTENPFLEGERIN

Wir werden immer älter. Und mit dem demografischen Wandel steigt auch die Nachfrage nach Dienstleistern für ältere Menschen. Altenpfleger werden nicht nur in diesem Jahr überall gesucht. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schätzt, dass Altenpflege schon in sieben Jahren eine der wichtigsten Säulen der deutschen Wirtschaft sein wird. Rund 50 000 neue Jobs seien 2012 im Gesundheitssektor entstanden, gesucht wurden Anfang des Jahres 2013 weitere 26 000. Ein Altenpfleger verdient in der dreijährigen Ausbildung rund 1 000 Euro, später sind es bis zu 2 600 Euro. Aktuell wird sogar schon eine universitäre Ausbildung zum Pflegemanager angeboten (Jahresbruttogehalt bis zu 55 000 Euro).

INGENIEUR

Etwa 20 000 Ingenieure gehen jährlich in den Ruhestand. Ein Mangel an Fachkräften herrscht besonders im Fahrzeug-, Flugzeug- und Maschinenbau. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien werden immer mehr Spezialisten gesucht. 45 000 Stellen waren in diesen Berufsgruppen zum Jahresbeginn unbesetzt. Für Einsteiger in diese Zukunftsberufe: Ein Grundstudium der Ingenieurswissenschaften oder des Maschinenbaus ist Voraussetzung, im Masterstudium können sich Ingenieure spezialisieren. Das Gehalt variiert je nach Branche, das Einstiegsgehalt liegt zwischen 37 000 und 40 000 Euro (brutto) im Jahr. Mit mehr Berufserfahrung verdient ein Ingenieur 60 000 Euro und mehr.

HAUSARZT

In den nächsten Jahren gehen rund 24 000 Hausärzte bundesweit in Rente. Schon jetzt ist der Mangel an Landärzten so gravierend, dass manche Bundesländer die Gründung oder Übernahme von Praxen in ländlichen Gebieten mit Geldzuschüssen unterstützen. Anfang 2013 waren über 5 000 Stellen nicht besetzt. Für das notwendige Medizinstudium geben manche Landesregierungen sogar Stipendien. Es muss nicht zurückgezahlt werden, wenn der Nachwuchsmediziner nach dem Studium für mindestens fünf Jahre im ländlichen Raum arbeitet. Das Einkommen von Hausärzten schwankt allerdings, niedergelassene Ärzte verdienen netto meist um 5.000 Euro monatlich.

LEHRER

In den kommenden Jahren kommt es zu einem nie gekannten Mangel an Lehrern. Denn jeder zweite Lehrer ist heute bereits über 50 Jahre alt. Geht diese Generation in zehn Jahren in Rente, müssten mehrere Hunderttausend junge Lehrer nachrücken - doch seit Jahren kommen nur knapp 20 000 neue nach. Doch nicht jedes Lehrfach wird dringend gebraucht: Sehr gefragt sind Mathe, Naturwissenschaften, Latein und Musik. Der Beruf führt über das Lehramtsstudium. Ein Lehrer verdient je nach Berufsalter und Schulform zwischen 38 200 und 64 000 Euro im Jahr.

LOGISTIKER

Knapp 14 000 freie Jobs Anfang 2013 sagen schon viel aus. Logistiker werden derzeit dringend gesucht. Denn weltweite Transporte müssen immer schneller und günstiger werden. Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) erwartet deshalb auch ein jährliches Wachstum von fünf Prozent. Ein Logistiker sollte ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften, Mathematik oder Elektrotechnik, bestenfalls mit Schwerpunkt Logistik mitbringen. Das Einstiegsjahresgehalt liegt zwischen 35 000 und 40 000 Euro brutto.

IT-TECHNIKER

In der deutschen IT-Branche waren Anfang des Jahres rund 33 500 Stellen offen. Der Mangel an IT-Kräften ist inzwischen so dramatisch, dass Konzerne um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands fürchten. Der Weg in die IT-Branche führt über ein Informatikstudium oder eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker/in an einer Fachhochschule. Das Gehalt variiert je nach Einsatzgebiet: Netzadministratoren verdienen ab 36 000 Euro, Softwareentwickler/in 60 000, ein IT-Leiter/in mehr als 110 000 Euro brutto pro Jahr.

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