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Workshop in Hagenow : Wenn die Berufswahl ganz nah heranrückt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Workshop Berufsorientierung für Jugendliche der 10. Klassen der Europaschule in Hagenow

von
erstellt am 12.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Es war ein Unterrichtstag für die Großen der Europaschule in Hagenow, der gar keiner war. Das Ganze hatte eher mit einem Spiel, mit Neugier wecken, mit Beratung und Bewerbertraining zu tun. Die offizielle Bezeichnung: Workshop Berufsorientierung. Robert Christoph von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und Dennis Müller, Schulberater von der AOK, besuchten die beiden 10. Klassen der Europaschule, um die Schüler zu erreichen, vorzubereiten, Tricks zu verraten. Denn unentschlossen, wählerisch, überfordert, verspielt, diese Einschätzungen hört man von Berufsberatern immer wieder, wenn die Sprache auf Jugendliche kommt, die sich mal so langsam mit dem Thema Berufswahl befassen müssen.

Aber nicht so die 10. Klassen der Europaschule. Auf Nachfrage, wer denn nicht wisse, was er werden wolle, hoben gerade vier von 30 Schülern die Hand. Die anderen hatten schon recht genaue Vorstellungen von dem, was sie einmal werden wollen. Dabei stehen am Beginn der 10. Klasse die eigentlichen Bewerbungen gerade mal im Raum. Richtig ernst wird es für die meisten erst in einem halben Jahr.

Henrik Bayer ist sich schon sicher, dass er Chemikant werden will. John Müller hat sich den Beruf eines Einzelhandelskaufmannes ausgesucht. Samirha Lüders kann sich eine Zukunft als Kurierfahrerin gut vorstellen. Kevin Fritsche will sich den Traum vieler Jungen verwirklichen, er will Kfz-Mechatroniker werden. Allerdings will er wohl eine Lehre im Hamburger Bereich beginnen. Julian Hartwig hat es der Kaufmann im Einzelhandel angetan. Martina Schult will Köchin werden und erst mal in der Region bleiben. Mit Jennifer Wienke ist eine weitere junge Frau am Start, die Köchin werden will. Martin Prahl kann sich für den Garten- und Landschaftsbauer erwärmen. Paul Schult favorisiert den Physiotherapeuten, Paul Schmidt will als Mechatroniker in den Kfz-Bereich, Jann Stehling ist sich sicher, dass er Raumausstatter werden will. Vivien Ruhnke ist klar für den Beruf der Landwirtin. Priscilla Gädke strebt hingegen ins Finanzamt. Martin Vulic möchte Chemikant werden, Jonas Samer hat sich den Beruf eines Bestatters auserkoren. Fabienne Hohnsbein und Tina Saar haben von der Schule noch nicht genug, sie wollen über ein Fachgymnasium in Richtung Abitur weitermachen.

Die Mehrheit der Schüler sagt, dass sie durchaus in der Region bleiben wollen. Ob es dann auch so wird, steht auf einem anderen Blatt. Dass so viele Schüler schon jetzt wissen, wo sie hinwollen, ist auch für den Berater ungewöhnlich. Hoffnungsvoll findet er, dass die meisten gar nicht wegwollen. Hier will die Förderungsgesellschaft mit ihren Partnern einhaken. „Wir wollen die jungen Leute darin bestärken, dass sie in sehr vielen Berufsgruppen auch hier in der Region etwas finden“, sagt Robert Christoph. Der nächste Workshop soll schon in wenigen Monaten folgen, dann, wenn es für die meisten wirklich ernst wird.

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