Traumberuf : Von vorn beginnen

Sven Kunkel hat sich nach Jahren in der Gastronomie zum Hundetrainer ausbilden lassen und ein eigenes Unternehmen gegründet.
Sven Kunkel hat sich nach Jahren in der Gastronomie zum Hundetrainer ausbilden lassen und ein eigenes Unternehmen gegründet.

Start-up-Firmen machen es möglich: vom Koch zum Hundetrainer

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02. März 2015, 17:21 Uhr

Sven Kunkel hat seinen Traumberuf gelernt: Koch. Ein paar Jahre war er für den Tresen in einem Jugendclub verantwortlich, ein paar Jahre, gemeinsam mit einer Freundin, Kneipenbesitzer.

Eine weitere Station seines Berufslebens führte ihn für sechs Jahre nach Norwegen. Auch hier verdiente er sein Geld als Koch- und Küchenchef. Aber langfristig wollte er raus aus dem Gastronomiegewerbe. „Wir werden wohl bis an die 70 arbeiten müssen, und in diesem Beruf kann man das nicht!“ sagt der heute 44-Jährige.

In seinem neuen Zuhause in Norwegen sah er eines Tages im deutschen Fernsehen eine Sendung mit Hundeprofi Martin Rütter und war elektrisiert. Neben dem Kochen waren Hunde seit langem seine große Leidenschaft.

Er informierte sich, schaute sich die Internetseiten seines Vorbilds Rütter an und stellte fest, dass dieser auch Hundetrainer, die nach seiner Philosophie arbeiten, ausbildete.

So fuhr Sven nach Bonn zum Infotag. Er war begeistert vom Konzept und der Idee und entschied sich für eine berufsbegleitende Ausbildung.

Er arbeitete weiter und büffelte für die neue Ausbildung. Fuhr im Zweiwochenrhythmus nach Bonn zur Ausbildung. „Das war besonders im ersten Jahr hart.“ erzählt Sven. Gleichzeitig entwickelte er auch ein Konzept, wie seine Hundeschule aussehen und finanziell auf eigenen Beinen stehen könnte und fand dafür Unterstützung bei der Arbeitsagentur.

Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass Sven seine eigene Hundeschule führt. Dafür hat er viel investiert. Die Ausbildung zum Hundetrainer hat er erfolgreich abgeschlossen, und viel Werbung für sich und sein Unternehmen betrieben.

Er ist immer noch beim Lernen, ist im Netzwerk von Trainern mit gleicher Philosophie aktiv, organisiert einmal im Monat einen Hundestammtisch, hat sich einen Kundenstamm aufgebaut. Seine treueste Kundin verriet, dass es bei ihr sieben Jahre dauerte ehe ihr Unternehmen auf eigenen Beinen stand.

Sven jobt abends nur noch selten in der Gastronomie. Seine Arbeit als Hundetrainer trägt Früchte. Er wird als Experte wahrgenommen, weiterempfohlen. Vor ein paar Wochen wurde er gar nach Wolgast zu einem Problemtier gerufen. Den Schritt zu einem eigenen Unternehmen würde er immer wieder gehen.

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