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Ausbildungsportrait Koch : Vertraut mit Pötten und Pfannen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Liebe zum Beruf des Kochs hat Dennis Biewald von seinem Opa

Im Umgang mit Fremden ist er normalerweise zurückhaltend aber in der Küche taut der 16-jährige Dennis Biewald plötzlich auf. Begeistert zeigt er seinen Arbeitsplatz. Fix hat er die Gurke in dünne Scheiben geschnitten. Dann steht er an der Pfanne, wendet geschickt deren Inhalt und erklärt nebenbei, wie wichtig die richtige Temperatur für das Gelingen der Mahlzeit ist.

Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass er seine Ausbildung zum Koch im Schweriner Weinhaus Uhle begann. Gekocht hat er schon zu Hause in Wittenburg gerne. Sein Großvater, ebenfalls gelernter Koch, gab ihm die Liebe zum Beruf mit auf den Weg.

Am Anfang seiner Ausbildung standen gleich mehrere Praktika: beim Fischer, beim Fleischer und in einer großen Gemüseabteilung. Zwar isst Dennis nicht sonderlich gern Fisch, kann aber die Qualität der frischen Lebensmittel inzwischen gut beurteilen. Auch die anfangs geübten Schneidetechniken bringt er beim Filettieren geschickt zum Einsatz.

Damit, dass in der Küche manchmal ein rauer Ton herrscht, kann Dennis gut umgehen. Er hat den erfahrenen Kollegen inzwischen vieles abgeschaut. Besonderen Spaß macht es ihm immer wieder, die Speisen appetitlich anzurichten, diese Garnieren und Verzieren.

Wenn sich die Gleichaltrigen noch einmal im Bett umdrehen dürfen, steht Dennis oft schon am Büfett und kümmert sich um das Frühstück der Hausgäste. Chefin Annika Frymark freut sich, dass er beim Umgang mit diesen schnell seine anfängliche Schüchternheit abgelegt hat und so manches anerkennende Wort bekommt. Sein Ausbilder und Geschäftsinhaber Dirk Frymark kümmert sich seit Jahren um die Jugendarbeit bei den Köchen in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb ist er auch besonders stolz, dass sein Betrieb von der DEHOGA für die „Ausbildung mit Qualität“ zertifiziert wurde. Fleiß und der Wille, ein guter Koch zu werden, sind ihm wichtiger, als super Schulnoten, wenn sich junge Leute bei ihm um einen Ausbildungsplatz bewerben.

In diesem Jahr wird er in seinem Haus einen Wettbewerb für angehende Köche ausrichten, und auch sein Azubi soll im kommenden Ausbildungsjahr an solchen Leistungsvergleichen teilnehmen.

Wenn Dennis seine Ausbildung zum Koch abgeschlossen hat, stehen ihm viele Entwicklungsmöglichkeiten offen. Heute hat der 16-Jährige nur einen Wunsch: Er möchte in Schwerin bleiben und in der Küche des ehrwürdigen alten Hauses arbeiten. Annika und Dirk Frymark aber haben schon viele junge Menschen zu tatkräftigen Köchen und Küchenleitern heranwachsen gesehen. Jugendliche, die sich für den Beruf des Kochs interessieren, empfiehlt Dirk Frymark in jedem Fall ein Praktikum in der Küche eines Restaurants. Ob man dann für das Handwerk brennt, wie Dennis, kann man nur herausfinden, indem man sich an die Seite erfahrener Köche stellt.
 

Steckbrief „Koch“

• I.d.R.  dreijährige duale Ausbildung

Anforderungen:
mindestens Hauptschulabschluss, Belastbarkeit und gute körperliche Verfassung, handwerkliches Geschick und Kreativität

Vergütung:
1. Jahr: 430 bis 690 Euro
2. Jahr: 540 bis 780 Euro
3. Jahr: 610 bis 870 Euro


 

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