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Sport contra Erwerbslosigkeit

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erstellt am 13.Okt.2010 | 07:35 Uhr

Schwerin | Langzeitarbeitslose sind faul, träge und bequem. So jedenfalls lauten die gängigen Vorurteile. Sie treffen oft nicht zu, besonders nicht auf die Teilnehmer des Projekts "Fit 50 plus-aktiv". Hier werden Langzeitarbeitslose durch Sport und Bewegung fit gemacht für den Berufs- und Ausbildungsalltag. Bereits seit 2007 stärkt das Projekt der Schweriner RegioVision GmbH die physische und psychische Leistungsfähigkeit von Arbeitslosen.

"Im Durchschnitt sind die Arbeitslosen, mit denen wir zusammenarbeiten seit zehneinhalb Jahren arbeitslos", sagt Geschäftsführer Jürgen Brandt. Ein Großteil sei physisch oder psychisch angeschlagen. Zehn Monate lang betreuen seine Mitarbeiter die Arbeitslosen und Migranten, ein bis zwei mal pro Woche trainieren die Teilnehmer in einem Fitnessstudio. "In der Gruppe zusammen zu schwitzen, ist gut, bietet ein neues Umfeld und neue Gesprächspartner", beschreibt Jürgen Brandt die Vorteile des gemeinsamen Trainings. Sportmediziner der Universität Rostock untersuchten die Fitness der Teilnehmer vor und nach dem Trainingsprogramm in einer Begleitstudie. "Die Werte der Teilnehmer haben sich stark verbessert", so bringt Jürgen Brandt das Zwischenergebnis der Studie auf den Punkt. Aktuell haben die Sportkurse zwischen 70 und 80 Teilnehmer. "Manche sind nachher kaum wiederzuerkennen", sagt der Geschäftsführer. Endlich wieder fit, in Ausbildung und Beruf durchzustarten.

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