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Traumjob Mediengestalter : Mit Kreativität und Köpfchen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

David Ramirez Fernandez ist mit seiner Berufswahl zufrieden.

Dass er später im Beruf gestalterisch tätig sein möchte, stand für David Ramirez Fernandez früh fest. „Mich fasziniert, wie man etwa mit Form und Farbe Menschen dazu verleiten kann, ihre Aufmerksamkeit auf ein Produkt zu richten“, sagt der 23-Jährige. Er hat einen der begehrten Ausbildungsplätze zum Mediengestalter Digital und Print ergattert – und lernt den Beruf bei der Berliner Medienagentur KircherBurkhardt von der Pike auf.

Alltagstrott ist für David Ramirez Fernandez ein Fremdwort, immer gibt es neue Aufgaben. Zeitschriften-Ausgaben müssen entworfen und Daten in Infografiken verarbeitet werden. „Besonders viel Spaß macht mir, Projekte wachsen zu sehen“, erzählt er. Das Ergebnis der Arbeit später in den Händen zu halten, sei ein tolles Gefühl. Mittlerweile ist er im dritten Ausbildungsjahr und hat sich für die Fachrichtung „Gestaltung und Technik“ entschieden. Darin geht es etwa darum, Text-, Grafik- und Audiodaten herzustellen und sie anschließend so aufzubereiten, dass sie sowohl für Printmedien als auch für Internetseiten genutzt werden können.

Daneben gibt es noch zwei weitere Fachrichtungen. Wer sich auf „Konzeption und Visualisierung“ spezialisiert, entwirft beispielsweise Grafiken, Diagramme und Illustrationen. In der Fachrichtung „Beratung und Planung“ geht es um die Betreuung der Kunden.

In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen alle angehenden Mediengestalter die gleichen Inhalte. Auf dem Stundenplan stehen Themen wie Farbgestaltung oder Typographie. Seit August kommen mit einer geänderten Ausbildungsordnung neue Inhalte wie die Gestaltung von Social-Media-Auftritten hinzu. „Die Fachrichtung wird jedoch erst im dritten und letzten Ausbildungsjahr eingeschlagen“, erläutert Michael Assenmacher vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin.

Ideenreichtum und Servicementalität - diese Eigenschaften sollten Jugendliche für den Beruf mitbringen. „Manchmal müssen sie mit eigenen Vorschlägen punkten, manchmal müssen sie einfach nur Kundenwünsche umsetzen“, sagt der DIHK-Experte. Nicht klar geregelt ist, welchen Schulabschluss Bewerber vorzuweisen haben. Die meisten Auszubildenden hätten Abitur oder die Fachhochschulreife, erklärt W. Arndt Bertelsmann vom Bundesverband Druck und Medien (BVDM). Trotzdem: Voraussetzung ist das Abitur nicht. Die schulische Vorbildung sei auch nicht immer entscheidend. „Einstellungstests zeigen, dass Kreativität gepaart mit strukturiertem Denken eine wesentliche Voraussetzung für den Beruf ist“, betont Bertelsmann: „Diese Fähigkeit ist nun mal nicht im Zeugnis ablesbar.“

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erstellt am 23.Jan.2014 | 16:25 Uhr

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