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Parchim : Mehr als nur ein Schlafplatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Jugendwohnheim „lütt pütt“ finden Azubis ein Bett, wenn sie für den Weg von zu Hause bis zur Schule einen weiten Weg zurücklegen müssen.

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 16:10 Uhr

Wer sich in der Berufsausbildung befindet und für den Weg von zu Hause bis zur Schule einen weiten Weg zurücklegen muss, der freut sich, wenn es am Schulstandort ein Wohnheim gibt. Nun haben sich jedoch im September des vergangenen Jahres die Türen des Lehrlingswohnheimes des Landkreises am Westring geschlossen, die Zahl der Auszubildenden sinkt ständig und das Vorhalten von Plätzen wurde für den Kreis zu kostspielig.

Im Jugendförderverein Parchim-Lübz e.V. hat der Landkreis einen Partner gefunden, der den Jugendlichen Platz im Jugendwohnheim „lütt pütt“ bietet.

Nun ist der Dargelützer Weg 15 nicht im Zentrum von Parchim, aber mit dem Stadtbus zu erreichen. „Vom ZOB sind es mit der Linie 737 drei Stationen “, erläutert die Bereichsleiterin für Aus- und Fortbildung Anett Nuklies. Auf Wunsch können die Azubis auch vom Bahnhof abgeholt werden. Und im Sommer kann es auch ganz sportlich zugehen, der Jugendförderverein stellt den Lehrlingen gern Fahrräder für die Strecke bereit.

Wie hoch ist der Komfort im Wohnheim? Den jungen Leuten stehen 25 Plätze in Zwei- und Dreibett-Zimmern mit WLAN zur Verfügung. Diese sind jugendgemäß eingerichtet, ein Bett, ein Schrank ein Tisch. Platz für die schriftlichen Aufgaben. Platz, um ein gutes Buch zu lesen und Raum, um am Abend auf dem eigenen PC in Internet zu surfen.

Neben den Zimmern gibt es Gemeinschaftsräume, eine Gemeinschaftsküche. Auch an die „große Wäsche“ ist gedacht, dafür steht eine Waschmaschine bereit.

In der Küche stehen den Lehrlingen ein Kühlschrank, Kochplatten, ein Minibackofen sowie eine Mikrowelle zur Verfügung. „Außerdem bieten wir Frühstück - und Abendessen gegen ein geringes Entgelt an“, so Anett Nuklies. Die Übernachtung kostet zehn Euro für Auszubildende.

Nicht zuletzt steht das Café Klinke mit Billard und Tischtennis für eine aktive Freizeitgestaltung zur Verfügung. Für sportliche Betätigung bietet das Terrain genügend Raum. Auf Wunsch werden die Lehrlinge auch dort durch qualifiziertes Personal pädagogisch betreut. „Wir freuen uns weiterhin über jeden neuen Auszubildenden, der zu uns kommt“, so Nuklies.

Seit Oktober nutzt z. B. Nadine Gaede die Unterkunftsmöglichkeit. Sie meint: „Na ja, ist schon ein bisschen abgelegen, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jeden Fall okay. Ich fühle mich hier insgesamt wohler, als in dem anderen Internat.“ Für den sportbegeisterten Philipp Großklaus stehen die Möglichkeiten im Café Klinke an erster Stelle. „Tischtennisplatte, zwei Billardtische und der Kicker, das ist richtig cool und reicht vollkommen aus!“ Und Ronny Kaether meint: „Die Küche ist echt top!“ Über solche positiven Äußerungen freut sich auch Jana Berkholz, die Leiterin des Wohnheimes. Sie wurde eigens dafür eingestellt und sie versucht, soweit wie möglich, alle Wünsche zu erfüllen.

Noch sind Plätze frei, im September könnte es eng werden.

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