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Güstrow : „Ich lebe meinen Traum“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Josefin Wudel und Mathias Klasen lassen sich für den Polizeidienst ausbilden

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 16:10 Uhr

Güstrow „Ich wollte nach der Schule unbedingt  etwas  mit Praxisbezug machen und einen abwechslungsreichen Beruf  erlernen“, erzählt Josefin Wudel. Auf einer Jobmesse hat die junge Frau aus Berlin dann von der  Ausbildung bei der Polizei in MV gehört. „Ich fand das interessant. Mich hat das direkt angesprochen und ich habe mich beworben  –  und  Glück gehabt“, sagt  die 20-Jährige.

Denn derzeit  lässt sich  Josefin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow zur Polizeimeisterin  ausbilden.  Nach dem Ende ihrer zweijährigen Ausbildung wird  sie   bei  der Landespolizei arbeiten. Als Schutzpolizistin wird sie zum Beispiel Demonstrationen absichern, den Straßenverkehr überwachen oder mit ihren Kollegen auf Streife gehen. Sie hat auch die Möglichkeit, in den Dienst der Wasserschutz- oder Kriminalpolizei zu wechseln.

„Ich war vorher bei der Bundeswehr  und   als Soldat in ganz Europa  tätig“, berichtet Mathias Klasen, Josefins Klassenkamerad. Um näher bei seiner Frau und seinen zwei Kindern zu sein, entschied sich der Rostocker für eine Ausbildung bei der Polizei. „Das war genau die richtige Entscheidung“, bekräftigt der 33-Jährige. Ihm gefalle  besonders die Sport- und Strafrechtskomponente.

Um  später im Polizeidienst arbeiten zu können,  lernen Josefin und Mathias viel Praktisches. „In einem Einsatztraining wurde uns zum Beispiel gezeigt, wie man Leute festnimmt oder eine Sitzblockade bei einer Demonstration löst“, erzählt die   20-Jährige.   Allerdings müssen Josefin und ihre Klassenkameraden auch die Schulbank drücken.  Neben   Rechtslehre stehen zum Beispiel  Fächer wie Psychologie, Ethik oder Fremdsprachen auf dem Stundenplan.

Damit die Polizeischüler dem Unterricht folgen können, müssen ihre    Schulnoten vorher gestimmt haben. „Eine Voraussetzung für die Ausbildung zum Polizeimeister ist ein Notendurchschnitt von 3,0 beim letzten Zeugnis. In Deutsch muss man auch mindestens die Note  drei  haben“, erklärt Daniel Peters, verantwortlich für die Ausbildungs- und Studiumsangelegenheiten der angehenden Polizisten in Güstrow.

Neben dem Theorieunterricht erproben die Polizeischüler  während ihrer Ausbildung  schon ihren späteren Beruf. „Der Unterricht  findet bei uns  in Blöcken statt.  Zwischendurch   hospitieren  die Schüler   in Polizeistationen“, so Peters.

Auch Josefin und Mathias, die bereits im zweiten Ausbildungsjahr sind, haben schon bei der Bereitschaftspolizei gearbeitet oder bei Großveranstaltungen, wie zum Beispiel bei der Sicherung eines Bikergottesdienstes in Bad Doberan, ausgeholfen.  „Klar war der Stresspegel da hoch, aber man ist auch stolz, wenn man in der Uniform auftreten darf“, erzählt Josefin. Die zierliche Frau weiß genau, was sie will und hat keine Angst vor ihrer Zukunft als Polizeibeamtin. „Wir werden ja in der Ausbildung darauf vorbereitet und ich weiß auch, wie ich mich durchsetzen kann.“

Dabei sind es nur wenige Frauen, die sich für eine Laufbahn bei der Polizei entscheiden – und qualifizieren. „Etwa ein Drittel unserer Auszubildenden sind Frauen“, berichtet Daniel Peters.   „Beim Auswahlverfahren waren wir   sieben Mädchen, aber ich war die einzige, die an diesem Tag genommen wurde“, sagt Josefin stolz.    Sie  kann die Ausbildung bei der Polizei nur empfehlen: „Ich lebe meinen Traum. Es ist das, was ich wollte!“

 

Weitere Infos zur Ausbildung bei der Polizei  in MV, Brandenburg und Berlin:

• www.polizei.mvnet.de - Berufsinformationen

• www.internetwache.brandenburg - Fachhochschule Polizei

•  www.berlin.de/polizei/beruf

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