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Berufe in der Landwirtschaft : Hinaus auf‘s Land?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Es gibt eine Reihe interessanter Ausbildungsberufe und gute Möglichkeiten, sich in der Landwirtschaft weiterzuentwickeln.

Eine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft können sich die Wenigsten vorstellen. Dabei gibt es eine Reihe interessanter Ausbildungsberufe und gute Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Der Bauernverband unterscheidet die 14 sogenannten Grünen Berufe. Sie alle vereint der enge Bezug zur Natur, sagt Katja Zschaage vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Mit den Gummistiefeln im Mist stehen oder mit dem Trecker Strohwagen ziehen - das machen in der Landwirtschaft nur noch wenige. Viele landwirtschaftliche Berufe spielten sich heute in Teilen auch im Büro ab, sagt die Berufsschullehrerin. Das heißt aber nicht, dass der Job etwas für Menschen ist, die sich beruflich eher am Schreibtisch sehen als draußen. „Sie müssen sich dabei auch sicherlich manchmal dreckig machen.“

Das gilt aber nicht für jeden der 14 Grünen Berufe. „Ein Milchwirtschaftlicher Laborant muss besonders streng auf Sauberkeit achten können“, stellt Katja Börgermann vom Deutschen Bauernverband klar. Er arbeitet zum Beispiel in Untersuchungsämtern, die die Einhaltung der Hygienevorschriften in einer Molkerei überprüfen. Ein ähnlicher Ausbildungsberuf ist der des Milchtechnologen. Er stellt unter anderem Joghurt oder Käse her.

Gleiches gilt für den Landwirtschaftlich-technischen Laboranten, der zum Beispiel Futtermittel für Tiere oder Saatgut herstellt, und für den Brenner, der aus Kartoffeln, Obst oder Getreide Alkohol brennt.

Neben dem Tierwirt gibt es noch weitere Berufe, die sich hauptsächlich mit Tieren befassen: der Pferdewirt, der Fischwirt und der Revierjäger. „Das hat aber nichts mit diesem Forsthaus Falkenau-Image aus dem Fernsehen zu tun“, stellt Börgermann klar.

Der Revierjäger sei für die Erhaltung des Waldes zuständig und kümmere sich besonders um den Wildbestand - er jagt nicht nur, er füttert zum Beispiel auch.

Für den technischen Bereich in der Branche ist vor allem die Fachkraft Agrarservice zuständig. Sie bedient landwirtschaftliche Fahrzeuge wie Mähdrescher oder andere Erntemaschinen. Sie arbeitet oft in Lohnunternehmen, die für kleinere landwirtschaftliche Betriebe gegen Bezahlung die Felder bewirtschaften.

Die Ausbildung zum Landwirt sei am umfangreichsten, sagt Zschaage.

Vom Saatgut bis zur Ernte muss er sich in allen Bereichen auskennen.

Bleiben noch: der Gärtner, der Winzer und der Hauswirtschafter. Letzterer kann auf Betrieben arbeiten, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten, in Bauernhofcafés oder Hofläden.


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